Das Wochenbett – die Zeit nach der Geburt

Das Wochenbett

Du hast dein Baby bekommen – und was kommt jetzt? Nach der Geburt beginnt das Wochenbett oder die postnatale Phase, dies ist eine Zeit von ca. 8 Wochen, in der die Geburtswunden heilen, du dich erholen kannst und mit deinem Partner zusammen euer Baby kennenlernst. Das Wochenbett wird aufgeteilt in das Früh- und das Spätwochenbett. Beide dauern etwa 4 Wochen. Danach ist die Rückbildung zwar noch nicht abgeschlossen, aber ihr beide seid dann schon ein gutes Team und ein gemeinsamer Alltag hat sich eingestellt. Je nachdem, wie die Schwangerschaft und die Geburt verlaufen sind, geht es dir schon nach kurzer Zeit recht gut und du fühlst dich fit. Viele Frauen mit größeren Geburtswunden oder einem Kaiserschnitt haben aber noch sehr viel länger mit dem Heilungsprozess zu tun.

Das Frühwochenbett

Im Frühwochenbett bist du idealerweise noch viel im Bett und zuhause unterwegs und genießt gaanz viel Kuschelzeit mit deinem Baby. Als sogenannte Wöchnerin darfst du alle Zeit der Welt mit deinem Baby verbringen, dich an die Pflegeroutinen gewöhnen und mit dem Stillen einspielen. Möglichst viel Hautkontakt, Ruhezeit und einfach gemeinsames Ankommen ist jetzt das Wichtigste. Mach dir bewusst, dass dieser Zeit ein wahrer Zauber innewohnt, wenn du sie ungestört genießen kannst. Zu viel Besuch, Unternehmungen oder Organisatorisches sind jetzt einfach noch nicht dran. Wenn du es dir einrichten kannst, hole dir viel Unterstützung, so dass du möglichst wenig im Haushalt selbst tun musst.

Rückbildung & Wochenfluss

Die Rückbildung beginnt gleich nach der Geburt und wird durch das Stillen gefördert. Wenn dein Baby an deiner Brust nuckelt, wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das dafür sorgt, dass sich die Gebärmutter auf ihre ursprüngliche Größe zusammenzieht. Das ist sogar spürbar!

Der Wochenfluss ist eine Blutung, die gleich nach der Geburt einsetzt und ca. 4 Wochen anhält. Dabei wird Wundsekret aus der Gebärmutter ausgeschieden, während in der Gebärmutter eine Wunde heilt. Dort, wo die Plazenta angehaftet war, ist nämlich eine Wundstelle zurück geblieben. Zunächst ist der Wochenfluss eher stärker als eine Menstruationsblutung und rot. Später wird er schwächer und wechselt ins Braune, bis er schließlich heller wird und dann aufhört.  Wenn der Wochenfluss nach 6 Wochen nicht aufgehört hat, sollte dringend untersucht werden. Wenn der Wochenfluss plötzlich oder verfrüht aufhört, kann es sich um einen Stau handeln und muss behandelt werden. Wichtig ist es, keine Tampons und auch noch keine Menscup zu benutzen, damit es keinen Stau gibt!

Die Nachsorgehebamme ist in der Zeit nach der Geburt eine unschätzbare Hilfe. Täglich kommt sie, um nach dem Rechten zu sehen und die Entwicklung des Babys zu begleiten. Sie begleitet bei Wochenbettbeschwerden und Stillproblemen ebenso wie bei dem – übrigens ganz natürlichen – emotionalen Auf und Ab. Nach einiger Zeit kommt die Hebamme nur noch jeden 2. Tag, und nach 8 Wochen ist die Betreuung abgeschlossen, es sei denn, es besteht besonderer Bedarf.

Um dich im Wochenbett zu begleiten, haben wir den Mommy’s Revival Tea mit Hirtentäschel und Taubnessel. Diese Kräutermischung enthält Heilpflanzen, die seit Jahrhunderten von weisen Frauen nach der Geburt empfohlen wurden.

Das Spätwochenbett

Auch nach 4 Wochen ist die Heilung nach der Geburt nicht abgeschlossen, der Beckenboden ist noch nicht sehr stabil. Das Stillen hat sich jetzt meist schon eingespielt, so langsam wird der Tagesablauf etwas routinierter. Ganz langsam kannst du beginnen, leichte Rückbildungsgymnastik, zum Beispiel mit passenden Videos, zuhause zu machen. Achte gut auf deine persönliche Belastungsgrenze – mach lieber etwas weniger und steigere dafür jeden Tag nur ein kleines bisschen!

Lass auch mal deinen Partner oder die Oma mit dem Baby spazieren gehen, so dass du dich ausruhen kannst oder etwas anderes für dich tun kannst. Bitte nicht gleich aufräumen, lieber in Ruhe eine Auszeit genießen! Da dein Schlafrhythmus im Moment wahrscheinlich sehr unregelmäßig ist und oft unterbrochen wird, hole Schlaf nach, so viel du kannst.

Beschwerden nach der Geburt

Viele Frauen haben in dieser Zeit mit Rückenschmerzen oder verspannten Schultern durch die ungewohnten Positionen beim Stillen zu tun. Leichte Dehnübungen oder eine kleine Nackenmassage können schon sehr hilfreich sein.

Es ist übrigens ganz normal, wenn du jetzt sehr viel schwitzt – durch die Hormonumstellung nach der Geburt ist dein Körper erneut gefordert und viele Frauen schwitzen in der gesamten Stillzeit sehr viel mehr als gewohnt. Denk daran, weiterhin viel zu trinken und auch genügend Nahrung zu dir zu nehmen, du verbrauchst mehr, als du vielleicht denkst.

Wenn es dir nach der Geburt emotional mehr als einige Tage sehr schlecht geht oder du das Gefühl hast, keinen rechten Kontakt zu deinem Kind zu bekommen, dann sprich bitte mit deiner Hebamme oder deiner Frauenärztin darüber. Postnatale Depressionen sind sehr häufig und überhaupt kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst. Oft dauert es nur einige Tage, bei vielen Frauen aber auch länger. Dann ist es sehr wichtig, dass du darüber sprichst und dir Hilfe holst. Ein Kind zu bekommen ist eine riesige Umstellung und fordert sehr viel von dir. Die Geburt und die Zeit danach kann auch eigene frühe Erlebnisse der Mutter wieder hervor holen und sich als Stimmungsschwankungen, Traurigkeit und Überforderung äußern. Die Hormone haben hier ebenfalls einen großen Einfluss. Rückhalt von außen ist jetzt das Wichtigste, in Form von Gesprächen oder vielleicht einer Haushaltshilfe, die in solchen Fällen auch von der Kasse bezahlt wird. Etwa 15 von 100 Frauen erleben nach der Geburt eine depressive Phase, du bist also in guter Gesellschaft, wenn du dich angesprochen fühlst!

Sex nach der Geburt

Wenn es dir körperlich wieder gut geht, ist Sex nach der Geburt vielleicht bereits ein Thema für dich. Es gibt keine festen Regeln, wie lange du nach der Geburt warten musst – das ist ganz und gar dir überlassen. Achte aber sehr genau darauf, wann es für dich stimmig ist. Viele Frauen haben noch lange keine Lust, fühlen sich körperlich einfach nicht so gut oder sind zu müde,  als dass sie sich auf ein Tête-à-tête mit dem Liebsten einlassen möchten. Das ist völlig in Ordnung – sprich mit deinem Partner darüber, wie es dir geht und was du brauchst. Vielleicht möchtest du Nähe, aber keinen Sex. Vielleicht reicht dir eine Fußmassage oder du brauchst noch Abstand. Solltet ihr beide Lust haben, dann vergesst die Verhütung nicht! Stillen bietet keinen ausreichenden Schutz, auch wenn du deine Regel noch nicht wieder bekommen hast. Das Mittel der Wahl für die Zeit nach der Geburt sind Kondome.

Wenn du deinem Post-Baby-Body etwas Gutes tun willst, dann haben wir noch etwas Schönes für dich: Das wohlriechende Mommy’s Belly Köperöl haben wir speziell für die Zeit nach der Geburt entwickelt. Das Öl wird auf dem Bauch aufgetragen und sanft einmassiert. Die enthaltenen Öle, zum Beispiel von der Schafgarbe, sind eine Wohltat für den Bauch, sowohl für die Haut als auch für das tiefer liegende Gewebe.

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