Dein Körper

Wie gut kennst Du dich eigentlich mit deinem eigenen Körper aus? Kennst Du die Hormone, die deinen Zyklus steuern? Weißt du um deine Zyklusphasen und wann deine fruchtbaren Tage sind, oder wie PMS entsteht? 


Wir sind alle verschieden

Meist lernen wir zwar im Biologieunterricht die “Basics”, vergessen sie aber schnell und haben erst wieder Interesse, wenn es nicht so rund läuft und wir von Periodenschmerzen oder PMS geplagt sind oder der Wunsch nach einem Kind konkret wird. Die Darstellung um die Zusammenhänge im weiblichen Körper ist meist sehr medizinisch geprägt und wird nicht jeder Frau gerecht. Wir wissen inzwischen, dass wir alle ein wenig anders ticken, obwohl wir einen ähnlich funktionierenden Körper besitzen und die gleichen Hormone uns steuern. Jeder Körper sieht anders aus, reagiert unterschiedlich und auch hormonell gibt es viele kleine, aber feine Variationen. Damit du dich selbst besser verstehen kannst und herausfinden kannst, was dein Körper braucht, hier ein kleiner Überblick.

Die wichtigsten weiblichen Sexualhormone

Die wichtigsten weiblichen Sexualhormone steuern unsere Menstruationszyklus. Sie heißen Östrogen, Progesteron, Testosteron, Luteinisierendes Hormon (LH), Follikelhormon (FSH) und Prolaktin. Diese Hormone werden in verschiedenen Zentren im Körper gebildet, einige kommen aus der der Hypophyse im Gehirn und wirken wie eine Kaskade – wenn sie ausgeschüttet werden, reagiert der Rest des Körpers, so zum Beispiel die Schilddrüse und die Geschlechtsdrüsen. Männer haben ähnliche Sexualhormone, aber die Verhältnisse der Hormone zueinander sind sehr unterschiedlich, da die Körper bei der Fortpflanzung verschiedene Aufgaben erfüllen. Hormone sind keine Einbahnstraße, wie früher geglaubt wurde. Wir sind ihnen nicht einfach ausgeliefert, denn der Weg funktioniert auch anders herum: Unsere Erlebnisse und Emotionen beeinflussen, welche Hormone wann gebildet werden.

Hier kannst du alles über die sechs wichtigsten weiblichen Hormone und ihre Wirkung im weiblichen Körper lesen.


Weiblicher Zyklus & Symptome bei PMS

Frauen im fruchtbaren Alter haben bei guter körperlicher Gesundheit einen Menstruationszyklus, wir bekommen circa alle 28 Tage eine Blutung. Ein Zyklus kann aber 21 oder auch 60 Tage lang sein, je nach Hormonstatus und allgemeinem Befinden. Jede Art von Stress hat hier einen großen Einfluß.  Der weibliche Zyklus besteht aus drei Phasen: der Follikelphase, dem Eisprung und der Lutealphase. Der Zyklus einer Frau beginnt am ersten Tag ihrer Periode mit der Follikelphase, der ersten Zyklusphase, in der die Eierstöcke ein neues Ei heranreifen lassen, bis zum Eisprung, wenn das Ei springt. Das Ei wird entweder befruchtet oder es stirbt. In der Zeit bis zum Eisprung ist das Hormon Östrogen dominant. Bei Östrogenmangel oder -überschuss stellen sich schnell verschiedenste Symptome ein, z.B. eine sehr starke Blutung bei Östrogenüberschuss.

Hier kannst du mehr über deinen weiblichen Zyklus lesen

Im Anschluss geht es in die Lutealphase (oder Gelbkörperphase), die zweite Zyklushälfte über. Ein befruchtetes Ei nistet sich in dieser Zeit in die Gebärmutterschleimhaut ein, oder das Ei wird mit der Schleimhaut mit Einsetzen der Menstruation abgestoßen. In der zweiten Zyklushälfte ist das Hormon Progesteron dominant, es sorgt für eine fluffige, gut durchblutete Schleimhaut. Auch hier bedeutet eine Schwankung, dass Beschwerden wie Brustspannen oder Schmierblutungen auftreten können. Viele Frauen leiden – bedingt durch zurückliegende Einnahme der Pille, Umweltgifte, Ernährung und Stress – an einem Progesteronmangel. Dieser ist die Hauptursache für PMS. PMS ist kein Schicksal, sondern Ausdruck eines körperlichen und oft auch emotionalen Ungleichgewichts. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dir mit natürlichen Mitteln helfen kannst.

Lies hier mehr zu den Möglichkeiten, Symptomen bei PMS auf natürliche Weise zu begegnen.


Natürliche Fruchtbarkeit erhöhen

Bei Kinderwunsch, aber auch zum Zweck der Verhütung, ist es sehr hilfreich, den eigenen Zyklus genau zu kennen. Wann ist der Eisprung, wie lang ist die zweite Zyklushälfte, wie ist die Blutung? All diese Beobachtungen, genau so wie die Beschaffenheit des Schleims und unsere Körpertemperatur, liefern uns wichtige Informationen. Wir können herausfinden, wann die fruchtbaren Tage sind, wann die Periode einsetzen wird und ob wir gesunde Eisprünge haben. Dazu entsteht durch die Beschäftigung mit dem eigenen Körper Kontakt zu uns selbst, wir verstehen uns besser und können viel Akzeptanz für unsere “Befindlichkeiten” und Bedürfnisse finden. Und mit dem Schwanger werden könnte es sehr viel einfacher werden.

Lies mehr über die drei weiblichen Zyklusphasen und wie du deinen Zyklus beobachten kannst.


Menstruation

Wenn wir nicht schwanger sind, setzt die Blutung mehr oder minder regelmäßig ein. Die nicht mehr benötigte Schleimhaut wird abgestoßen, eine Möglichkeit für den Körper, Pause zu machen und sich auf einen neuen Zyklus vorzubereiten.  Für manche eine Grund zur Freude, oft jedoch eher mit Anspannung erwartet. Viele Frauen leiden unter Schmerzen oder Unwohlsein, wenn sie ihre Blutung bekommen. Dies kann ein Hinweis auf ein hormonelles Ungleichgewicht sein, es ist aber auch das Resultat von einem ambivalenten Verhältnis zum eigenen Körper, von Stress und einer Gesellschaft, die ständiges Funktionieren erwartet.

Das Verhältnis von Frauen zu ihrer Periode ist gerade dabei, sich zu wandeln. Lange war die Menstruation schambesetzt und ein Tabuthema, doch zur Zeit sind viele junge Frauen dabei, öffentlich Themen rund um die Menstruation zu diskutieren und einen gesunden, natürlichen Umgang damit zu finden. Dieses Umdenken führt auch dazu, dass viele Frauen eine hormonelle Verhütung ablehnen und Alternativen für die Monatshygiene, wie den Menscup, ausprobieren. Die Beschwerden rund um die Menstruation, wie Krämpfe und sehr starke Blutungen, werden nicht mehr einfach hingenommen oder mit starken chemischen Mitteln bekämpft. Immer mehr Frauen suchen Unterstützung über traditionell erprobte Kräuter und Heilmittel aus der Natur.

Lies hier mehr zu natürlichen Produkten, die dich rund um die Menstruation unterstützen können.


Schwangerschaft

Wenn alle glücklichen Umstände zusammenkommen und sich ein befruchtetes Ei in der Gebärmutter einnistet, geht es auf eine neue, spannende Reise durch den weiblichen Körper. Die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft sind immens, eine riesige hormonelle Umstellung erfolgt gleich zu Beginn und das ist für die meisten Frauen auch spürbar. Müdigkeit, Schwangerschaftsübelkeit und die verschiedensten Stimmungen stellen sich ein.

Der Körper gibt in der Schwangerschaft alles, um dieses kleine Wesen wachsen zu lassen und zu versorgen. Wieder sorgen Hormone dafür, dass sich das Gewebe dehnt und die Gebärmutter im Laufe der Schwangerschaft auf ihre 1000fache Größe anwächst, um das Baby zu beherbergen. Alle körperlichen Vorgänge werden von der Schwangerschaft beeinflusst, vom häufigeren Wasserlassen bis zu glänzenden Haaren.

Du interessierst dich für die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft und wie du deinen Körper bestmöglich unterstützen kannst? Mache die Reise durch die drei Trimester zusammen mit FEMNA Health und lies hier weiter, was wann passiert und welche Produkte dich in den verschiedenen Phasen der Schwangerschaft begleiten können.


Wechseljahre

Schon 7-10 Jahre vor der eigentlichen Menopause (die letzte Blutung) befindet sich eine Frau in der Perimenopause, und bereits hier verändert sich die hormonelle Lage sehr langsam. Manche Frauen bemerken, dass sich ihr Menstruationszyklus verkürzt, ihre Blutung stärker wird oder sie plötzlich PMS-Symptome bekommen. Durchschnittlich findet die letzte Blutung dann mit 52 Jahren statt, aber dieser Zeitpunkt variiert sehr stark – manche Frauen bekommen noch mit 60 Jahren ihre Periode. Die Wechseljahre dauern etwa 3-6 Jahre und werden sehr unterschiedlich von Frauen empfunden. Einige Frauen “segeln” durch diese Zeit, andere erleben viele Symptome, wie etwa Hitzewallungen, Scheidentrockenheit oder Schlafstörungen. Wenn sich die Hormone wieder auf einem neuen Niveau eingespielt haben und die Symptome sich beruhigen, spricht man von der Postmenopause. Oft werden die Wechseljahre als eine Zeit der Neuausrichtung genutzt – was möchte frau in diesem neuen Lebensabschnitt umsetzen, wohin geht ihre Energie, wenn die Kinder groß sind oder beruflich Veränderungen anstehen?

Bewährte Helfer aus der Natur können in dieser spannenden Zeit hilfreich zur Seite stehen – lies hier mehr zu den Wechseljahren und wie FEMNA Health dich unterstützen kann.