Mythos Menstruationsblut – was ist drin und was tun bei zu starker Blutung?

Vorab – unser Blut ist das Natürlichste der Welt! In vielen alten Kulturen wurde Menstruationsblut als magische Substanz verehrt. Junge Frauen wurden darin unterrichtet, wie sie ihr Blut in Ritualen, z.B. als Danksagung an Mutter Erde, geben konnten. Erst mit vielen Jahren Beeinflussung durch verschiedene Religionen wurde Menstruationsblut immer mehr als etwas Schmutziges, Schambesetztes gesehen. Frauen durften (und dürfen in vielen religiösen Gemeinschaften noch immer) nicht an Gottesdiensten teilnehmen oder bestimmte Tätigkeiten ausüben. Zum Glück wendet sich das Blatt schon seit einiger Zeit und Frauen empfinden ihre Blutung wieder als einen ganz normalen Vorgang, der zum Frausein ganz klar dazu gehört. Grund, das Blut mal ein wenig genauer anzusehen!


Was ist drin?

Das Menstruationsblut besteht aus Blut, abgestoßener Gebärmutterschleimhaut, Vaginalschleim und anderen abgestorbenen Zellen sowie Stammzellen. Die Färbung reicht von hellrot über blutrot bis hin zu braun und fast schwarz. Es kann dünnflüssig sein, zäh oder klumpig. Eine Regelblutung kann 2 Tage dauern oder auch 9. Die Forschung zeigt, dass Frauen in Städten deutlich mehr Blut verlieren, als Frauen, die auf dem Land leben. Vielleicht ein Hinweis auf die reinigende Funktion des Blutes? Als Durchschnitt werden 60 Milliliter Blut angegeben, das entspricht etwa einer halben Kaffeetasse.


Wie viel ist zu viel?

Je nach hormoneller Lage wird die Gebärmutterschleimhaut wenig bis sehr dick aufgebaut. Das liegt vor allem an der Höhe des Östrogens. Frauen mit einer sogenannten Östrogendominanz (im Verhältnis zum Progesteron, das die zweite Zyklushälfte steuert) bluten meist mehr als Frauen mit einem ausgeglichenen Hormonhaushalt. Auch Erkrankungen wie Myome, Polypen oder Endometriose können die Blutung verstärken. Der Konsum von Alkohol, Zigaretten und Milchprodukten verstärkt ebenfalls die Blutung. Anders herum bekommen Frauen mit einem niedrigen Hormonspiegel (wenig Östrogen, vermehrt männliche Hormone) – übrigens oft ein Resultat langjähriger Pilleneinnahme – eher schwache Blutungen. Am Wichtigsten ist es, dass du dich mit deiner Blutung wohlfühlst.

Wenn du dich zu den Frauen mit einer zu starken Blutung zählst, die dich vielleicht sogar schwächt, dann kannst du dich von uns beraten lassen. Unsere Experten für Frauengesundheit stehen dir gern zur Seite. 

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Unser Interdisziplinäres Team

Dr. med. Maike Henningsen
Dr. med. Maike Henningsen
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hannah
Pehlgrimm
Heilpraktikerin für Frauenheilkunde
Beraterin Viktoria, Heilpraktikerin
Viktoria Klöpperpieper
Fachtherapeutin für Orthomolekulare Medizin