Prämenopause – Die Zeit vor der letzten Regelblutung


Die Prämenopause

Wie der Name es schon erahnen lässt, sind die Wechseljahre eine Phase im Leben, die sich über mehrere Jahre erstreckt. Dabei verlaufen die Wechseljahre in Abschnitten, die langsam ineinander übergehen und zudem von Frau zu Frau in ihrer Dauer variieren können.

Die Prämenopause bezeichnet einen Zeitraum von zwei bis sieben Jahren und liegt vor der Menopause. Die Menopause wiederum ist die allerletzte Menstruationsblutung im Leben einer Frau. Somit beschreibt der Begriff „Prä-Menopause“ jene Zeit in der der weibliche Körper beginnt sich hormonell umzustellen, die letzte Regelblutung jedoch noch nicht eingetreten ist. In dieser Zeit können sich auch die ersten Symptome der Wechseljahre zeigen.


Prozesse der Prämenopause

Die Prämenopause (auch als Präklimakterium bezeichnet) beginnt ungefähr zwischen dem 38. und dem 45. Lebensjahr. Hier nimmt die Produktion des Geschlechtshormons Progesteron langsam ab. In dieser Zeit treten immer noch Blutungen auf. Diese werden jedoch unregelmäßiger, da nicht mehr jeden Monat ein Eisprung stattfindet.


Symptome der Prämenopause

Häufig zeigt sich mit dem Einsetzen der Wechseljahre eine verkürzte Zyklusdauer. Die Frauen bekommen ihre Periode nun oft im Abstand von drei statt vier Wochen. Der Grund dafür sind unregelmäßige Eisprünge. Dabei gibt es sowohl Zyklen mit als auch ohne Eisprung. Besonders kurze Zyklen in der Prämenopause sind ein Zeichen dafür, dass ein Zyklus ohne Eisprung stattgefunden hat.

Doch nicht nur die Zykluslänge, sondern auch die Blutungsdauer verändert sich. Einige Frauen haben kaum noch Blutungen, während andere Frauen unter sehr starken Blutungen leiden.

Die Prämenopause ist jene Phase der Wechseljahre, in der ein Progesteronmangel dominiert. Das Hormon Progesteron wird in den Eierstöcken vom Gelbkörper gebildet, weshalb das Progesteron auch den Namen Gelbkörperhormon trägt. Der Gelbkörper entsteht jedoch durch den Eisprung. Wenn der Eisprung nun ausbleibt, verfügt der Körper somit auch über deutlich weniger Progesteron.

Der für die Wechseljahre ebenfalls typische Östrogenmangel zeigt sich erst später, wodurch ist in der Prämenopause das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron im Ungleichgewicht ist. Viele der prämenopausalen Symptome basieren daher auf einer Östrogendominanz.

Durch den Progesteronmangel kommt es zudem vermehrt zu Wassereinlagerungen. Trotz gleichbleibender Nahrungsmenge nehmen einige Frauen dann zu. Dabei macht sich die Gewichtszunahme besonders deutlich im Bauchbereich bemerkbar. Weitere mögliche Symptome der Prämenopause sind Gelenkschmerzen, Hitzewallungen und  Stimmungsschwankungen.


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Perimenopause – der eigentliche Wechsel

Hitzewallungen in den Wechseljahren


Quellen

Leidenberger, Freimut A. “Klinik der Prämenopause, der Postmenopause und des Seniums.” Klinische Endokrinologie für Frauenärzte. Springer, Berlin, Heidelberg, 1992. 327-367.

Stute, Petra. “Veränderungen in der Menopause.” Gynäkologische Endokrinologie 9.3 (2011): 144.