Was ist das Stresshormon Cortisol - Kurz erklärt

Was ist Cortisol - Kurz erklärt

Cortisol ist eines der wichtigsten stresssteuernden Hormone. Es fördert die Motivation und den eigenen Antrieb, hemmt Entzündungen und blockiert Immunreaktionen. Damit übernimmt es wichtige Funktionen und ist unverzichtbar für den menschlichen Körper.

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Funktionen von Cortisol

Cortisol, oft als Stresshormon bezeichnet, ist ein Steroidhormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Es spielt eine Schlüsselrolle in der Stressbewältigung und beeinflusst zahlreiche physiologische Prozesse wie Stoffwechsel, Immunregulation und emotionale Zustände. Es wird in Stresssituationen freigesetzt und stellt sicher, dass der Körper genügend Energie für akute Herausforderungen bereitstellen kann.

Cortisol ist damit das wichtigste Stresshormon, das bei psychischem oder physischem Stress ausgeschüttet wird. Seine Hauptwirkungen betreffen den Stoffwechsel, die Immunfunktion, die psychische Befindlichkeit und die Regulation des Wachstums. Es aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Glukosebereitstellung, verändert die psychische Reaktionslage und greift massiv in die Immunabwehr ein, in dem es Entzündungsreaktionen hemmt und das Immunsystem moduliert.1

Die Freisetzung von Cortisol folgt einem zirkadianen Rhythmus: Es wird vor allem in der zweiten Nachthälfte produziert, sodass es für die Tagesaktivität und die Belastungen voll verfügbar ist. Die Konzentrationen erreichen ihren Höhepunkt in den frühen Morgenstunden, um den Körper auf die Anforderungen des Tages vorzubereiten, und nehmen im Tagesverlauf kontinuierlich ab, sodass abends nur noch ca. 10% des Morgenwertes vorhanden sind. Dieser Rhythmus ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Homöostase.2

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Wie hängen Cortisol und die Sexualhormone zusammen?

Chronischer Stress und erhöhte Cortisolwerte können die Produktion von Sexualhormonen wie Progesteron und Östrogen beeinträchtigen, da der Körper die Synthese von Cortisol priorisiert. Eine vermehrte Produktion des Stresshormons Cortisol kann also dazu führen, dass die Sexualhormone nicht ausreichend produziert werden und beispielsweise ein Progesteronmangel auftritt. Dies zeigt sich besonders in Stresssituationen, in denen Fortpflanzungsfunktionen zugunsten der Überlebensmechanismen zurückgestellt werden.3

Darunter kann jedoch die weibliche Gesundheit und das emotionale Wohlbefinden leiden, weshalb eine wirksame Stressreduktion im Alltag wichtig für die hormonelle Gesundheit ist.

Wie hängen Cortisol und Hormone (Progesteron, Östrogene) zusammen

Symptome von Cortisolmangel

Ein geringes Stresslevel ist aber nicht nur für ausgeglichene Sexualhormone wichtig, sondern verringert auch das Risiko für das Burnout-Syndrom. Dieses kann infolge einer zu langen Stressbelastung auftreten und sich u.a. durch folgende Symptome zeigen:

  • Antriebslosigkeit
  • chronische Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Physische und psychische Erschöpfung

Langfristig führt eine Dysregulation der Stressachse (auch Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) genannt) zu einer reduzierten Cortisolfreisetzung, also einem Cortisolmangel mit teils schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.4

Du siehst also, dass Cortisol ein unverzichtbares Hormon ist, das in akuten und chronischen Stresssituationen eine zentrale Rolle spielt. Effektive Stressbewältigungsstrategien wie Achtsamkeit, Meditation und regelmäßige Bewegung können helfen, deinen Cortisolspiegel im Gleichgewicht zu halten.

Ob dein Cortisolspiegel durch akuten Stress erhöht ist oder du bereits unter einem Cortisolmangel leidest, kannst du mit dem Cortisoltest von FEMNA einfach von Zuhause aus testen. Wenn du Hilfe bei der Interpretation deiner Testergebnisse und auf dich individuell angepasste Maßnahmen möchtest, mache gerne einen Beratungstermin aus. Wir freuen uns auf dich!

Lies hier unseren Artikel zu DHEA: Dem Gegenspieler von Cortisol

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Quellen

1. McEwen BS. What is the confusion with cortisol?. Chronic Stress. 2019;3:2470547019833647. doi:10.1177/2470547019833647

2. Gong S, Miao YL, Jiao GZ, et al. Dynamics and correlation of serum cortisol and corticosterone under different physiological or stressful conditions in mice. PLoS One. 2015;10(2):e0117503. doi:10.1371/journal.pone.0117503

3. Sharpley CF, Christie DR, Bitsika V, et al. The use of salivary cortisol as an index of chronic stress that correlates with depression in prostate cancer patients. Psychooncology. 2017;26(9):1400-1402. doi:10.1002/pon.4327

4. Pulopulos MM, Baeken C, De Raedt R. Cortisol response to stress: The role of expectancy and anticipatory stress regulation. Horm Behav. 2020;117:104587. doi:10.1016/j.yhbeh.2019.104587

5. Rogerson O, Wilding S, Prudenzi A, O’Connor DB. Effectiveness of stress management interventions to change cortisol levels: A systematic review and meta-analysis. Psychoneuroendocrinology. 2024;159:106415. doi:10.1016/j.psyneuen.2023.106415

Katrin Andre

M.A. Gesundheitskommunikation, B.Sc. Health Science und B.Sc. Psychologie. Ihre Leidenschaft liegt in der ganzheitlichen Gesundheit.