Blutungen in den Wechseljahre

In den Wechseljahren verändern sich die monatlichen Blutungen. Einige Frauen erleben Zwischenblutungen, andere bekommen sehr starke und lange Blutungen in den Wechseljahren und wieder andere erkennen Blutklumpen in den Blutungen. Teils kommt es auch vor, dass diese unterschiedlichen Symptome gemeinsam auftreten. Die Blutungen in den Wechseljahren sind ein sensibles, aber wichtiges Thema und ein ganz natürlicher Teil der Menopause.
Auch wenn es neu und ungewohnt ist lange Blutungen oder eine starke Blutung mit Klumpen zu erleben, gibt es meist jedoch keinen Anlass zur Sorge. Der Zyklus der Frau stellt sich in den Wechseljahren um und dies können Anzeichen dafür sein. Es ist zudem möglich, die unangenehmen Beschwerden auf eine natürliche Weise mit Hilfe von Naturheilkunde abzumildern.


Ursachen für starke Blutungen in den Wechseljahren

Die Wechseljahre erstrecken sich über einen langen Zeitraum, in dem die Blutungen immer wieder anders ausfallen können. Lange Blutungen in den Wechseljahren sind daher keine Seltenheit. Dies hängt vor allem mit den Hormonen und der Gebärmutterschleimhaut zusammen.

Während des Klimakteriums (aus dem Griechischen abgeleiteter Begriff für die Wechseljahre) wird die Hormonproduktion der Eierstöcke unregelmäßiger. So wie sich die Hormone in der Pubertät zunächst auf ihr neues Niveau einpendeln müssen, pendeln sie sich in den Wechseljahren gewissermaßen wieder aus und das nimmt auch Einfluss auf die Blutungen.
Die schwankende Hormonproduktion führt dazu, dass der Eisprung nicht mehr jeden Monat eintritt. Im weiteren Verlauf der Wechseljahre ergeben sich immer längere Phasen ohne einen Eisprung und daher auch ohne Blutungen.

Dennoch bildet sich zunächst die Gebärmutterschleimhaut weiter, in die sich eine befruchtete Eizelle einnisten könnte. Wenn die Blutung nun allerdings nicht mehr regelmäßig einsetzt, wird oftmals auch die Gebärmutterschleimhaut nicht vollständig aufgelöst und abgestoßen. Die unaufgelösten Bestandteile der Gebärmutterschleimhaut sind das, was wir als Blutklumpen wahrnehmen.


Symptome von Blutungen in den Wechseljahren

Die Symptome der Blutungen im Klimakterium fallen von Frau zu Frau unterschiedlich aus. Teilweise verändern sie sich auch im Laufe der Wechseljahre. Sie können von schwachen Schmierblutungen bis zu sehr starken Blutungen mit Klumpen reichen und teils als Zwischenblutungen auftreten.

Die Intensität der Blutungen (von schwach bis sehr stark) und die Dauer der Blutungen in den Wechseljahren (von einigen Monaten bis einigen Jahren) ergibt sich aus der Hormonumstellung. Die Blutung kann beispielsweise sehr schwach sein (oft als Schmierblutung bezeichnet), wenn Eisprung und Gebärmutterschleimhaut sich nicht in vollem Umfang gebildet haben. Sie kann wiederum sehr strak sein, wenn der Zyklus den Eisprung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut in vollem Maße eingeleitet hat und dabei möglicherweise auch ältere Reste von Schleimhäuten mit hinaus schwemmt, die kann auch zu der Bildung von Blutklumpen führen.

Sollte sich die Gebärmutterschleimhaut mit starken Blutungen lösen, kann dies sehr unangenehm für die Frau sein. Zwar ist es in den allermeisten Fällen nicht gefährlich oder mit Krankheitswert verbunden, dennoch kann es zu einem Unwohlsein beitragen.


Was hilft gegen Blutungen in den Wechseljahren?

Blutungen, ob Schmierblutungen, Zwischenblutungen oder starke Blutungen sind Teil der Wechseljahre. Sie können und sollen daher nicht unterbunden werden. Dass die Regelblutung stoppen wird ist ein ganz natürlicher Vorgang. Die Hormone brauchen einige Zeit, um sich zu regulieren und deshalb können Blutungen während der Wechseljahre über einen langen Zeitraum hinweg anhalten. Grundsätzlich ist dies kein Grund zur Sorge.
Hört deine Blutung nicht auf? Wenn die Blutung nicht aufhört und Frauen unter starken Beschwerden leiden, wird ihnen manchmal zu sehr intensiven Behandlungen geraten, etwa einer Hormonersatztherapie (HET) oder einer Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut.
Dies ist nicht unbedingt notwendig, in vielen Fällen ist es möglich die belastenden Ausprägungen und Symptome von anhaltender Blutungen während der Wechseljahre, auf schonende Weise abzumildern und die Blutungen so weniger unangenehm zu erleben.


Natürlich heilender Kräutertee aus der Naturheilkunde

Als natürliche Mittel bei starken Blutungen haben sich vor allem einige pflanzliche Präparate aus der Naturheilkunde bewährt, die ganzheitlich und schonender wirken. Dazu gehört ein wenig Disziplin, denn man muss die Präparate über einen längeren Zeitraum konsequent einnehmen.
Im Bereich der Phytotherapeutika wird beispielsweise gerne Mönchspfeffer (Agnus castus) eingesetzt. Dieser wirkt ausgleichend auf den natürlichen Gestagen-Mangel.

Als weiteres pflanzliches Mittel können auch Frauenmantel, Silbermantel, sowie Hirtentäschel eingenommen werden. Diese Heilkräuter werden seit vielen Jahrhunderten bei starke Blutungen genutzt und können ebenfalls als aromatischer Tee eingenommen werden. Frauenmantel und Silbermantel wirken auch krampflösend, sagen die alten Kräuterkundigen.


Ayurveda

Im Rahmen einer ayurvedischen Therapie können Frauen mit menopausalen Blutungen auch ein ganzheitliches Behandlungskonzept für sich ausprobieren. Dabei wird der gesamte weibliche Körper als Einheit gesehen und angesprochen. Hierbei können invasive und sehr spezifische, nur Symptom orientierte Behandlungen vermieden werden. Das Wohl der Frau hat zu jedem Zeitpunkt Priorität und auch scheinbar nicht unabhängige Ausprägungen werden ähnlich wie bei der Naturheilkunde mit einbezogen und behandelt.

Nach der indischen Lebenslehre gehört die Gebärmutter zu einem der größten Reinigungsorgane des Körpers, weshalb zum Beispiel auch eine starke Blutung mit Klumpen in den Wechseljahren durchaus ihre Berechtigung hat. Eine Linderung der dadurch entstehenden Beschwerden kann dennoch herbeigeführt werden.

Generell wird Frauen geraten, das Gleichgewicht der Hormone durch den täglichen Konsum von frischem Aloe Vera-Saft (Kumari) zu unterstützen, um den starken Blutungen konkret vorzubeugen. Wer bereits unter starken, oder langen schwachen oder unregelmäßigen Blutungen in den Wechseljahren leidet, kann auch mit kühlenden Unterleibsmassagen für eine Abmilderung sorgen.

Ernährung in den Wechseljahren

Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

Unser Interdisziplinäres Team

Dr. med. Maike Henningsen
Dr. med. Maike Henningsen
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hannah
Pehlgrimm
Heilpraktikerin für Frauenheilkunde
Beraterin Viktoria, Heilpraktikerin
Viktoria Klöpperpieper
Fachtherapeutin für Orthomolekulare Medizin