Was tun gegen Haarausfall bei Frauen?

Ist die Rede von Haarausfall, denkt man meist sofort an ein Männerproblem. Doch Haarausfall ist auch bei Frauen keine Seltenheit! Laut dem Bundesverband für Zweithaarspezialisten e.V. leiden 20 % aller Frauen an ausgehenden Haaren.1

Sucht man nach möglichen Auslösern, wird man mit einer langen Liste unterschiedlichster Ursachen konfrontiert. Neben einer erblichen Veranlagung können auch hormonelle Ungleichgewichte häufig ihre Finger im Spiel haben. Das heißt: Frauen fallen vor allem dann die Haare aus, wenn sie beispielsweise ein Kind bekommen haben, sich in den Wechseljahren befinden oder die hormonelle Verhütung abgesetzt haben.

Fakt ist, je weniger Haare auf dem Kopf, desto stärker der Leidensdruck! Das wissen auch wir von FEMNA und wollen dich deshalb mithilfe unseres heutigen Artikels ein Stück an die Hand nehmen. Wir zeigen dir, welche möglichen Ursachen sich hinter deinem Haarausfall verstecken könnten und wie du das Problem an den Wurzeln packen kannst! Denn Haarausfall ist in den meisten Fällen heilbar und kein unabwendbares Schicksal.

Bist du bereit, etwas zu unternehmen? Sehr gut! Dann finde jetzt heraus, woher dein Haarausfall kommt und was du dagegen tun kannst.

Wann spricht man von Haarausfall bei Frauen?

Schon wieder so viele Haare in der Haarbürste – aber leide ich jetzt gleich an Haarausfall? Fragt man Dr. Google, ist oft von “mehr als 100 Haaren pro Tag” die Rede. Das Haar beginnt, sich schrittweise zu lichten, wenn sich pro Tag mehr als 100 Haare von der Kopfhaut lösen. Nun, das mit dem Zählen gestaltet sich als etwas schwierig, dennoch haben wir hier einen Anhaltspunkt für eine Definition.

Haarausfall bei Frauen
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Viele Leidensgeschichten sind lang, vielschichtig und komplex. Das Suchen nach der Ursache kann einige Nerven kosten und für so manche Frau zur Odyssee werden.

Begriffschaos Haarausfall

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall! Deshalb wollen wir dir gleich zunächst einmal erklären, was sich hinter diesen unterschiedlichen Begriffen verbirgt.

Laut der American Hair Loss Association, beginnen alle frühen Stadien des Haarausfalls mit dem sogenannten telogenen Effluvium. Dabei beschreibt der Begriff “Effluvium” den Vorgang des Haarausfalls an sich. “Telogen” meint in diesem Zusammenhang, dass die Haarzellen vorzeitig und zu früh in die Ruhephase (telogene Phase) übergehen und dadurch zeitverzögert – nach ca. 2-3 Monaten – ausfallen. Das passiert vor allem nach besonderen Ereignissen, beispielsweise ein hohes Stresslevel, unausgewogene Ernährung, eine Krankheit, die Geburt eines Kindes oder der Übergang in die Wechseljahre.2

Außerdem gibt es noch die Diagnose Androgenetische Alopezie. “Alopezie” bezeichnet den Zustand der Haarlosigkeit, also dass das Haar lichter wird. Der Zusatz “androgenetisch” spielt dabei auf die Ursache an, denn diese Art des Haarausfalls wird unter anderem durch die männlichen Hormone (Androgene) ausgelöst. Ein Überschuss an Androgenen aufgrund einer genetischen Veranlagung oder durch äußere Auslöser, wie zum Beispiel nach dem Pille-Absetzen, führt zu einer Ausdünnung und Schrumpfung der Haarfollikel. Im Gegensatz zu Männern zeigt sich der Haarverlust hauptsächlich am Scheitel. Dort werden die Haare immer dünner und fallen dann vermehrt aus. 3

Finde in 8 Fragen heraus, was der Auslöser für deinen Haarausfall sein könnte!

Wie bereits erwähnt, hat Haarausfall bei Frauen viele Ursachen. Deshalb wollen wir im folgenden Abschnitt genauer hinsehen und auf mögliche Auslöser eingehen, die zu Haarverlust führen können.

Die Ursache herauszufinden und das Problem bei der Wurzel zu packen, ist der einzige erfolgsversprechende Weg bei Haarausfall. Um die berühmte Nadel im großen Heuhaufen zu finden, können wir mit einem kleinen Frage-Antwort-Spiel der Sache näher kommen. Behalte bei der Ursachenforschung bitte im Hinterkopf, dass der Haarausfall erst etwa drei Monate nach dem auslösenden Ereignis folgt. Denn nach Eintritt in die Ruhephase braucht es noch eine gewisse Zeit, bis das Haar ausfällt.

1. Sind deine Hormone im Gleichgewicht?

Wenn die Hormone außer Rand und Band sind, bekommt das der gesamte Körper zu spüren. Denn sie sind die heimlichen Herrscher über all unsere Körperfunktionen. Und daher hat der Hormonhaushalt auch einen sehr großen Einfluss auf das Haarwachstum. Um es etwas greifbarer zu machen, könnte man sagen, dass unsere weiblichen Hormone (Östrogene) haarfreundlich und die männlichen Hormone (Androgene) nicht besonders haarfreundlich sind.

Wie du sicher weißt, besitzen auch wir Frauen männliche Hormone. Manche Frauen können aufgrund einer erblichen Veranlagung sehr empfindlich auf das körpereigene, männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren. Bei einer Überempfindlichkeit gegen das DHT, wird die Wachstumsphase der Haare verkürzt, sodass diese immer dünner werden und schließlich ausfallen.

Eigentlich schützt das weibliche Sexualhormon Östrogen auf natürliche Weise vor dem schädlichen DHT-Effekt. In Folge verschiedener Veränderungen, wie beispielsweise nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, sinkt der körpereigene Östrogenspiegel. Und gerade dann – wenn die schützende Wirkung des Östrogens nachlässt – kann sich eine erbliche Veranlagung bemerkbar machen. Die Folge: Haarausfall. Auch eine Pillenpause oder die Einnahme von Medikamenten können den Östrogenschutz reduzieren und so den Einfluss von DHT verstärken.

Um einen Einblick in deinen Hormonhaushalt zu bekommen, können wir dir einen umfassenden Hormontest von FEMNA nur ans Herz legen. Mehr Informationen dazu, findest du im letzten Abschnitt des Artikels.

2. Hast du PCOS?

Auch das Polyzystische Ovarialsyndrom – kurz PCOS – kann eine Ursache für das Verkümmern der Haarwurzeln sein. Dahinter steckt ebenfalls ein Überschuss an männlichen Hormonen (Androgenen). Eine genetische Veranlagung und Überempfindlichkeit gegenüber Androgenen kann hier als ein Grund angeführt werden. Wenn du mehr zum Thema PCOS wissen möchtest, dann findest in unserem Artikel “Diagnose PCOS: Was steckt dahinter?” Hilfe.

Durch den verstärkten Einfluss der Androgene auf den weiblichen Hormonhaushalt können bei Betroffenen verschiedene Symptome auftreten. Darunter fallen neben erblich bedingtem Haarausfall auch verstärkte Körper-und Gesichtsbehaarung (Hirsutismus) und hormonell bedingte Akne.

Solltest du PCOS haben, ist es ratsam, den entscheidenden Treiber dafür herauszufinden. Außerdem können eine Reihe ganzheitlicher Tipps und Tricks dabei helfen, die PCOS gut in den Griff zu bekommen. Erfahre dazu mehr im oben genannten Artikel!

3. Hast du kürzlich die Pille abgesetzt?

Wenn du die Pille abgesetzt hast, kann es durch das Ausbleiben der künstlichen Sexualhormone vorübergehend zu Haarausfall kommen. Nach Absetzen der Pille sinkt vorerst der Spiegel deiner weiblichen Sexualhormone, denn dein Körper muss sich erst einmal wieder daran gewöhnen, eigenständig Östrogen in den Eierstöcken zu produzieren und den natürlichen Zyklus samt Eisprung selbst zu steuern. Durch den vorübergehend niedrigen Östrogenspiegel kann es auch hier anlagebedingt zu Haarausfall kommen.

Viele Frauen sind vom genetisch bedingten Haarausfall betroffen, merken die Auswirkungen jedoch erst, wenn die Pille abgesetzt wird. Um genauer zu verstehen, was da vor sich geht, muss man etwas tiefer graben: Das Funktionsprinzip hormoneller Verhütungsmethoden beruht im Wesentlichen darauf, die körpereigene Produktion der Sexualhormone abzuschalten und durch synthetische Hormone zu ersetzen.

Manche Pillen-Präparate haben einen “niedrigen Androgenindex” und können in der Theorie helfen, Androgene zu blockieren. Leider unterdrücken sie dabei aber auch die Progesteron-Herstellung – einem körpereigenen Sexualhormon, welches ebenso sehr wichtig für das gesunde Haarwachstum ist.

Wenn die Pille abgesetzt wird, fallen die synthetischen Androgenhemmer weg und deine Eierstöcke werden dazu angeregt, vermehrt Androgene zu produzieren. Der Androgenspiegel kann also unkontrolliert in die Höhe schießen – man spricht auch vom sogenannten Androgen-Rebound-Effekt – und dadurch Haarausfall verursachen.

Mehr dazu und wie du deinen Körper während des Pille-Absetzens unterstützen kannst, kannst in unserem Artikel “Pille-Absetzen leicht gemacht!” erfahren.

4. Nimmst du Medikamente ein?

Viele Medikamente wie Antibiotika, Akne-Medikamente, Antidepressiva oder Anti-Pilzmittel können Haarausfall begünstigen.4 Zum Beispiel Methylphenidat, Allopurinol, Heparin, Valproinsäure und Clofibrat können mit lichterem Haar in Verbindung gebracht werden. Ein Blick in die Packungsbeilage lohnt sich!

5. Wie sieht es mit der Ernährung aus? Fehlt dir Zink oder Eisen?

Damit das Haarwachstum gefördert wird, braucht jeder Mensch ausreichend Mikro- und Makronährstoffe. Die wichtigsten Vitalstoffe für dein Haar möchten wir dir hier vorstellen:

Zink

Bei Zink handelt es sich um ein Spurenelement – also einem Element, das nur in ganz geringen Mengen in deinem Körper benötigt wird. Es ist wichtig für das Immunsystem, für die Wundheilung und für Haut und Haar. Es nährt die Haarfollikel, wirkt entzündungshemmend und fördert einen natürlichen Zyklus. Darüber hinaus hat es auch seine Hände bei der Produktion der männlichen Sexualhormone im Spiel. Viele biochemische Prozesse deines Körpers würden ohne Zink nicht ablaufen. Normalerweise enthält dein Körper ungefähr 2 bis 4 Gramm davon.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät Frauen zu 7 mg und Männern zu 10 mg Zink pro Tag. Weil unser Körper Zink aber nicht speichern kann, kann er keinen Zink-Vorrat anlegen! Daher ist es umso wichtiger, täglich auf eine ausreichende Zinkversorgung zu achten!

Die wichtigsten Zinklieferanten sind Fleisch (besonders Rindfleisch), Fisch und Meeresfrüchte. Wer es lieber ohne Fleisch mag, kann zum Beispiel zu Haferflocken, Käse (wie Edamer, Gouda und Tilsiter), Linsen, Sojabohnen, Nüssen, grünen Erbsen, Sonnenblumenkernen sowie Hirse, Weizenkleie und Eiern zurückgreifen. Zink aus tierischen Quellen kann dein Körper aber etwas besser verwerten als solches aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Denn diese enthalten oft eine größere Menge der sogenannten Phytinsäure, welche die Aufnahme von Zink hemmt.

Studien konnten herausfinden, dass bei einem Großteil der Patient:innen mit Haarausfall die Zinkkonzentrationen im Körper deutlich erniedrigt waren.5 Aus diesem Grund solltest du besonders darauf achten, dass du die oben erwähnten Zink-reichen Lebensmittel in deine täglichen Mahlzeiten einbaust.

Eisen

Sicher weißt du, dass Eisen eine zentrale Rolle bei der Durchblutung unseres Körpers spielt. Jedes einzelne rote Blutkörperchen muss aus ausreichend Eisen aufgebaut sein, um genügend Sauerstoff aufladen zu können und so unseren Körper und unsere Organe zu versorgen.

Zusätzlich ist es notwendig für ein gesundes Haar- und Nagelwachstum und beteiligt sich im Haarfollikel am Haaraufbau. Außerdem unterstützt es die Arbeit der Talgdrüsen, damit unsere Haar schön geschmeidig bleiben.

Ist aber zu wenig Eisen da, muss unser Körper auf Sparflamme arbeiten. Die lebensnotwendige Durchblutungsfunktion wird natürlich an oberste Stelle gesetzt. Auf Kosten unserer Haare und Nägel. Die Haare werden spröde und können leichter brechen.

Im Jahr 2007 konnte eine Studie belegen, dass bei Frauen vor den Wechseljahren ein Eisenmangel einen wesentlichen Risikofaktor für Haarausfall darstellt.6 Aus diesem Grund können wir dir nur raten, dass du zunächst deine Vitalstoff-Reservoirs überprüfen solltest, wenn du unter Haarausfall leidest. Um dann im nächsten Schritt mit leckerem Essen deine Nährstoff-Depots und natürlich auch deine Haare zu unterstützen.

Eisen findest du vor allem in Fleischprodukten, aber auch viele pflanzliche Quellen können deinen Eisenspiegel aufpolieren. Dazu zählen unter anderem Hirse, Erbsen, Bohnen, Linsen sowie Sesam, Kürbiskerne und Spinat. Für Frauen liegt der Richtwert bei ca. 15 mg Eisen pro Tag.

6. Ist es deine Schilddrüse?

Wenn der letzte Check-up schon eine Weile zurückliegt, solltest du in Erwägung ziehen, deine aktuellen Schilddrüsenwerte mittels eines Bluttests kontrollieren zu lassen. Sowohl eine Überfunktion, als auch eine Unterfunktion kann Haarausfall verursachen. Erfahre hier mehr zu deiner Schmetterlingsdrüse.

7. Bist du einer zu großen Schwermetallbelastung ausgesetzt?

Tritt der Haarausfall plötzlich auf, kann es sich um eine Schwermetallbelastung deines Körpers handeln. Schwermetalle wie Blei, Aluminium, Cadmium oder Quecksilber gelangen über die Luft oder verschiedene Lebensmittel in unseren Körper und können schleichende oder auch akute Vergiftungen hervorrufen.

Ein signifikantes Merkmal des Haarausfalls durch Schwermetallbelastung ist ein gleichmäßiges Auftreten am gesamten Kopf. Man spricht auch von “diffusem Haarausfall”.

Um herauszufinden, ob sich zu viele Schwermetalle in deinem Körper befinden, kann ein Bluttest Aufschluss bringen. Quecksilber gilt als eines der giftigsten Schwermetalle und wirkt schleichend. Es befindet sich in kleinen Teilchen in der Luft, ist aber auch im Boden oder in Gewässern zu finden. Quecksilber ist eine Belastung für die Umwelt und kann dazu führen, dass Lebensmittel wie Kartoffeln, Pilze, Fische oder Getreide kontaminiert sind.

8. Zu viel Stress?

Stress im Allgemeinen hat einen sehr großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Bei Frauen beeinflusst er den sogenannten “Hypothalamus”, die Kommandozentrale der Hormone. Wenn das Stresslevel zu hoch wird, sendet der Hypothalamus weniger Signale zur Hirnanhangsdrüse. Diese reduziert dann die Produktion von FSH und LH, den beiden Eisprung-fördernden Hormonen.

Das heißt im Klartext: Zu viel Stress kann den Hormonhaushalt massiv stören und auch für unregelmäßige Zyklen sorgen.

Daher kann zu viel emotionaler oder physischer Stress auch Haarausfall hervorrufen. Ein Todesfall in der Familie, Angst vor einer größeren Operation oder eine schwere Krankheit können dazu führen, dass der Körper bestimmte Prozesse wie die Haarproduktion abschaltet. Denn bei viel negativem Stress werden bestimmte Botenstoffe vermehrt ausgeschüttet – zum Beispiel das Noradrenalin – und diese führen wiederum zu einer lokalen Entzündungsreaktion am Haarfollikel. Dadurch wird die Wachstumsphase des Haares vorzeitig beendet und geht in die Ruhephase über. Nach 2-3 Monaten folgt dann der Ausfall.

Daher solltest du dich nicht wundern, wenn das Ausgehen der Haare erst zeitverzögert nach einem stressigen Ereignis auftritt. Wenn dein Haar deutlich dünner wird, dann schaue zurück und frage dich, ob es eine Situation in deinem Leben gab, die dich sehr belastet hat.

Die gute Nachricht: Haarausfall aufgrund von Stress ist in der Regel vorübergehend. Sorge gut für dich, indem du Stress abbaust, ausreichend schläfst und dich bewusst entspannst. Besonders gut eignen sich hier feste Rituale wie Yoga oder meditieren. Tue einfach, was dir gut tut und versuche mal, so richtig abzuschalten!

Natürliche Behandlung von Haarausfall bei Frauen

Welche Frau träumt nicht von einer Haarpracht auf dem Kopf? Um dich bestmöglich vor Haarausfall zu schützen, solltest du auf einen gesunden Lebensstil achten und dafür sorgen, dass deine Hormone im Gleichgewicht sind.

Eine gesunde Work-Life Balance ist genauso wichtig wie eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Achte darauf, dass du genügend Zink und Eisen zu dir nimmst und lasse deine Haare so oft wie möglich an der Luft trocknen, anstatt sie zu föhnen oder zu glätten. Erinnere dich auch daran, deine Medikamente mit Bedacht einzunehmen und auf Nebenwirkungen zu untersuchen.

Forscher:innen fanden übrigens heraus, dass die Schadstoffe aus Zigarettenrauch das Erbgut der Haarwurzeln verändern und die Blutgefäße unter der Kopfhaut angreifen. 10 Rauchen wirkt sich auch auf unseren Hormonhaushalt aus und kann so das Ausgehen der Haare fördern. Denn mit einem Zug an einer Zigarette inhalierst du rund 100 Billionen freie Radikale! Also Mädels, Finger weg von Zigaretten, wenn euch eure Haare lieb sind!

Auf dem Markt gibt es ein riesiges und buntes Sortiment an Wundermitteln gegen Haarausfall. Dazu zählen unter anderem hormonelle Verhütungsmittel oder das verschreibungspflichtige Spironolacton. Sie sollen die körpereigene Androgenproduktion drosseln und auf diese Weise Haarausfall behandeln. Leider wird dabei das Problem bzw. die Ursache nicht an der Wurzel gepackt, sondern nur Symptombehandlung betrieben. In anderen Worten: Der Haarausfall kann sich zwar vorübergehend deutlich bessern, sobald du aber auf diese Medikamente verzichtest, ist er wieder da. Denn die Ursache ist nicht bekämpft! Zusätzlich solltest du im Hinterkopf behalten, dass solche Medikamente immer auch andere Nebenwirkungen und Risiken mit sich bringen.

Aus diesem Grund möchten wir von FEMNA dir noch einige ganzheitliche und natürliche Mittel vorstellen, mit denen du deinen Haaren etwas Gutes tun kannst oder mit Substanzen aus der Natur deinen Androgenspiegel senken kannst:

Ginseng gegen Haarausfall bei Frauen
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  • Rosmarin: Bei diesem typischen Mittelmeergewächs konnte ein lokaler Antiandrogeneffekt nachgewiesen werden, sodass es zur lokalen Behandlung von Haarausfall genutzt werden kann. 7
  • roter Ginseng: Andere Studien wiederum belegten die positive Wirkung von rotem Ginseng-Öl auf das Haarwachstum und somit als potentielles Wundermittel bei Haarausfall.8 Denn es soll die Durchblutung der Kopfhaut anregen und viele wichtige Nährstoffe für unsere Haarfollikel liefern. Die Ginseng-Wurzel ist reich an Zink, Eisen, aber auch an Vitaminen und Aminosäuren. Zur äußerlichen Anwendung eignen sich Ginseng-Shampoos, während du deinem Körper von innen etwas Gutes mit Hilfe von Ginseng-Tees oder Säften tun kannst.
  • Beta-Sitosterol ist ein natürlicher Wirkstoff, der in Pflanzen vorkommt und in unserem Körper das Enzym hemmt, was für die Umwandlung von Testosteron zu DHT verantwortlich ist. Dadurch senkt es auf natürliche Art und Weise den Androgenspiegel und kann präventiv bei Haarausfall wirken. Zusätzlich vermindert es Entzündungsprozesse in menschlichen Hautzellen. Reich an Beta-Sitosterol sind folgende Pflanzen: Bockshornklee, Brennnessel, Sojabohnen, Nachtkerze, Weißdorn, Klette und Sägepalme.

Wie dich FEMNA unterstützen kann

Bei uns stehst du im Fokus! Wir von FEMNA haben uns auf die ganzheitliche Frauengesundheit spezialisiert und können dir natürlich auch bei der Behandlung deines Haarausfalls beratend und unterstützend zur Seite stehen.

Unsere zertifizierten Heilpraktikerinnen für Frauengesundheit helfen dir, den Auslöser deines Haarausfalls ausfindig zu machen und beraten dich hinsichtlich möglicher Behandlungsstrategien. Denn wir wissen, dass es auch ohne Chemie einen Weg gibt, der funktioniert!

Wichtig für dich zu wissen: Haarausfall ist ein Symptom und keine Diagnose! Und deshalb ist es umso wichtiger, herauszufinden, was dein Körper dir mithilfe des Haarausfalls sagen will. Häufig ist Haarausfall eines vieler Symptome, welche durch hormonelle Dysbalancen verursacht werden. Wenn du dir einen Überblick über deinen Hormonhaushalt verschaffen möchtest, dann empfehlen wir dir unseren FEMNA-Hormontest. Der Test ist einfach und bequem von zu Hause aus durchführbar und bereits wenige Tage später hältst du das Ergebnis in deinen Händen.

Aus diesem Grund können wir von FEMNA dir nur ans Herz legen, dass du dich zunächst auf Ursachensuche begibst, um diese im Anschluss dann zielführend zu bekämpfen.

Mehr zum Thema Hormontests für Frauen und Beratung Haut & Haare gibt es hier!

Quellen

  1. https://www.bvz-info.de/Zweithaarspezialisten/Haarsysteme/Haarausfall/
  2. https://www.americanhairloss.org/types_of_hair_loss/effluviums.html
  3. https://www.americanhairloss.org/women_hair_loss/types_of_women_hair_loss.html
  4. Briden, Lara:”Die Periodenwerkstatt – Der Weg zu gesunden Hormonen und einer gesunden Periode” 1. Auflage Okt. 2018 / S. 365
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24371385/
  6. https://www.eisenmangel.de/was-ist-eisenmangel/eisenmangel-symptome/haarausfall
  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22517595/?from_single_result=promotion+of+hair+growth+by+rosmarinus+officinalis+leaf+extract&expanded_search_query=promotion+of+hair+growth+by+rosmarinus+officinalis+leaf+extract
  8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28885585/
  9. https://healthypasty.com/beta-sitosterol-to-treat-hair-loss-10844
  10. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12673073/