Prämenstruelles Syndrom (PMS): Symptome, Ursachen und was man gegen Beschwerden tun kann

Geblähter Bauch, spannende Brüste und eine Sch*#%&-Laune in der Zeit vor der Mens – kennst du das? Dann bist du nicht allein, denn bis zu 75% der Frauen mit Zyklus berichten von PMS-Symptomen.1 Allen gemeinsam: ein hormonelles Ungleichgewicht!

In diesem Artikel findest du heraus, was PMS eigentlich ist, wie es entsteht (hier lernst du nebenbei deinen Hormonhaushalt besser kennen) und wie du deinen Körper selbst über die Ernährung, mit Mikronährstoffen und deinem Lifestyle unterstützen kannst. Denn ohne PMS-Symptome macht die 2. Zyklushälfte definitiv mehr Spaß!

Was ist PMS?


Die Definition besagt: Das prämenstruelle Syndrom ist eine hormonelle Störung, die sich durch psychische und physische Symptome während der zweiten Zyklushälfte bemerkbar macht, die mit Beginn der Menstruation abklingen.2

Einige Frauen haben vor und während ihrer Periode überhaupt keine Beschwerden – die meisten jedoch schon. Leichte PMS-Symptome, die dein Alltagsleben nicht weiter beeinflussen und nach ein bis zwei Tagen wieder abklingen, gelten als normal. Über Beschwerden klagen übrigens häufig bereits sehr junge Frauen!

Auch der Beginn von PMS ist sehr individuell. Manche bekommen die Beschwerden bereits kurz nach dem Eisprung bis hin zur Periode, bei anderen beginnen die Symptome erst zwei bis drei Tage vor dem Einsetzen der Regelblutung.

PMS-Symptome genauer erklärt


Das Beschwerdebild ist sehr individuell und breit gefächert. In den letzten Jahrzehnten wurden mehr als 150 PMS-Symptome aufgezeichnet.3 Zu den häufigsten Symptomen gehören:

Körperliche Symptome

  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Blähungen, Verstopfung)
  • Brustspannen, schmerzende oder geschwollene Brüste
  • Schlafstörungen
  • Blutungsstörungen, Schmierblutungen, verlängerte Zyklen, Zwischenblutungen
  • Kreislaufbeschwerden (Schwindel, Benommenheit)
  • Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Lärm- und Lichtempfindlichkeit
  • Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme
  • Heißhunger
  • Fettige, unreine Haut, hormonelle Akne

Psychische Symptome

  • Anspannung, Nervosität, innere Unruhe
  • Angst, Panikattacken
  • Stimmungsschwankungen
  • Aggressivität, Wutausbrüche
  • Trauer, Hoffnungslosigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Vergesslichkeit
  • Unsicherheit, Schuldgefühle

Trotz dieser Bandbreite an PMS-Symptomen gibt es einige Beschwerden, die gehäuft auftreten. Im Folgenden gehen wir auf die häufigsten Symptome Stimmungsschwankungen, Heißhunger, Völlegefühl, Wassereinlagerungen und die Sonderform PMDS näher ein.

Aggressionen & Ängste


PMS Aggression & Ängste

Du bist extrem gereizt vor der Periode?

Vielleicht bist du auch ängstlicher und ein bisschen weinerlich? Dann gehörst du zu der größten PMS-Gruppe. Mit 65 – 75 % am meisten verbreitet sind die Symptome, die von Reizbarkeit und Aggression bis hin zu Ängstlichkeit reichen.

Allen gemeinsam ist ein gefühlsmäßiges Ungleichgewicht – das kann sich sowohl durch Traurigkeit bemerkbar machen, als auch durch leichte Reizbarkeit. Vielleicht sogar beides. Frau ist leicht auf die Palme zu bringen und nah am Wasser gebaut.

Auch Selbstzweifel, Zukunfts- oder Verlustängsten kommen häufig vor. In seltenen Fällen können diese Angstgefühle sogar bis zu Angst- und Panikattacken führen.

Heißhunger vor der Periode


Heißhunger bei PMS

Frauen, die von PMS-Fressattacken oder Heißhunger bei PMS gequält werden, verspüren oft ein großes Verlangen nach Süßigkeiten wie Schokolade, haben mehr Hunger vor der Periode und leiden häufig an Abgeschlagenheit und Müdigkeit. In einigen Fällen begleitet die Betroffenen auch der Heißhunger während der Periode.

Die Ursache für mehr Hunger vor der Periode und Heißhungerattacken ist in den meisten Fällen ein schwankender Blutzuckerspiegel. Eine verstärkte Insulinwirkung in der Zeit der zweiten Zyklushälfte kann zu Schwankungen und Unterzuckerungen führen. Sobald der Körper dieses Warnsignal wahrnimmt, möchte er gegensteuern und verlangt nach Zucker. Das spürt Frau dann als typischen Heißhunger auf Süßes. Gleiches gilt auch für die Zeit während der Periode, was die Frage „Warum hat man so viel Hunger wenn man seine Tage hat?“ auch beantwortet. Begleitet wird der Heißhunger häufig von Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Kreislaufproblemen.

Völlegefühl & Wassereinlagerungen


PMS-Völlegefühl

Dieses Phänomen kennt so gut wie jede Frau – es betrifft so gut wie alle von PMS Betroffene. Irgendwie scheint die Verdauung in der Zeit vor der Periode ein bisschen zu lahmen, was sich in verschiedenen Symptomen zeigen kann: Völlegefühl, aufgeblähter Bauch, Durchfall, Blähungen oder auch Verstopfungen.

Das Estradiol (ein Östrogen) ist hauptverantwortlich für PMS-Wassereinlagerungen. Es fördert die Wassereinlagerung in der Haut und im Gewebe, erweitert die Blutgefäße und senkt damit den Blutdruck. Ergebnis: Brustspannen, Gewichtszunahme, Blähbauch.

Ein interessanter Anhaltspunkt ist, dass sich die Gebärmutter in der Zeit vor der Periode vergrößern kann. Auch das wirkt sich auf die Verdauung aus. Zudem sind Frauen, die während der prämenstruellen Zeit an Heißhungerattacken leiden, ganz besonders häufig betroffen von Verdauungsbeschwerden und Blähungen.

PMS und Heißhunger sind eine Kombination, die unweigerlich zu eher ungünstiger Ernährung führt. Schokolade, Chips, Kuchen und Gummibärchen sind nicht besonders hilfreich.

PMDS – Stimmungsschwankunge & depressive Verstimmungen


PMDS- Prämenstruelles Syndrom und depressive Verstimmungen

Ebenfalls zu den häufigsten Beschwerden gehören Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen vor der Periode. Kennzeichnend für diese Gruppe von Frauen sind Depressionen, Gedächtnisschwäche, Verwirrung, eine Tendenz zum Weinen und Schlaflosigkeit. Solche PMS-Symptome treten typischer Weise kurz vor der Periode auf.

Depressionen, Stimmungsschwankungen und Sensibilität sind ihr täglicher Begleiter. Bei manchen tritt erst gegen Ende der Periode Besserung ein. Diese Kombination wird PMDS genannt – prämenstruelle dysphorische Störung. Der Name besagt, dass hier vor allem die psychischen Symptome im Vordergrund stehen.

Wissenschaftler nehmen an, dass PMDS-Betroffene sensibler auf die natürlichen Hormonschwankungen im Menstruationszyklus reagieren. Es wird davon ausgegangen, dass Frauen mit PMDS die Hormonsignale im Gehirn anders verarbeiten. Warum manche Frauen so viel sensibler auf diese Signale reagieren als andere, ist unklar und wird noch erforscht.

Außerdem weiß man heute, dass weibliche Geschlechtshormone auf das Neurotransmittersystem im Gehirn wirken und auf diese Weise Schlaf, Sexualität und auch die Stimmung beeinflussen. Studien weisen darauf hin, dass Östrogen und Progesteron vor allem den Neurotransmitter Serotonin beeinflussen. Serotonin wirkt sich direkt auf die Stimmung aus und sorgt für innere Ruhe und Zufriedenheit, indem es Angstgefühle und Aggressionen dämpft. So lassen sich Depressionen und Aggressionen auf einen Serotoninmangel zurückführen.

PMS-Ursachen: Weibliche Hormone kurz erklärt


Östrogendominanz bzw. Progesteronmangel ist oft die Hauptursache für das prämenstruelle Syndrom (PMS). Es gibt aber noch weitere PMS-Ursachen.

Da die zyklusregulierenden Hormone Östrogen und Progesteron in einem sensiblen Gleichgewicht stehen, sprechen wir von einer Östrogendominanz, die gleichzeitig einen Progesteronmangel mit sich führt oder auch umgekehrt. Wenn z.B. zu wenig Progesteron gebildet wird, wirkt sich das Östrogen zu stark aus, es ist sozusagen dominant.

Östrogendominanz

Östrogen wird unter dem Einfluss des FSH (follikelstimulierendes Hormon) hauptsächlich in der ersten Zyklushälfte in den Eierstöcken, aber auch im Körperfett und in anderen Körperregionen produziert.

Im weiblichen Zyklus balancieren sich Östrogen und Progesteron während des Zyklus aus (das eine steigt, während das andere fällt). Östrogen spielt die stärkere Rolle in der ersten Hälfte des Zyklus, nach dem Eisprung übernimmt das Progesteron die Hauptrolle.

In der ersten Zyklushälfte sorgen Östrogene für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, die Eizellreifung und den Transport der Eizelle sowie deren Einnistung im Falle einer Befruchtung. Indirekt löst das Östrogen auch den Eisprung aus – es ist also das wichtigste Hormon für die Fruchtbarkeit. Aber nur zusammen mit dem Progesteron kann der Körper eine Schwangerschaft erhalten.

Weiter sind Östrogene u.a. wichtig für den gesunden Verlauf einer Schwangerschaft, für eine positive Stimmung und gesunden Schlaf sowie für die Konzentrationsfähigkeit.

Östrogenmangel tritt meist im Verlauf der Wechseljahre auf und äußert sich z.B. in Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Scheidentrockenheit (und Trockenheit anderer Schleimhäute), Gedächtnisschwäche, Rückbildung der weiblichen Geschlechtsorgane oder Haarausfall.

Bei relativem Östrogenüberschuss können folgende Symptome auftreten:

  • Anschwellen der Brüste
  • Wassereinlagerungen
  • Kopfschmerzen
  • Schmier- oder Zwischenblutungen
  • Scheideninfektionen
  • Depressionen
  • Restless Legs/Beinkrämpfe
  • Starke Menstruationsblutung

Diesen Östrogenüberschuss hat man bei zu wenig Progesteron meist auch zu in der zweiten Zyklushälfte. Das kann die Schilddrüsenfunktion beeinflussen, was dann auch zu Verdauungsstörungen und dem typischen Völlegefühl führen kann. Das Zuviel an Östrogen kann die Leber überfordern, denn diese muss diesen Überschuss abbauen.

Progesteronmangel

Progesteron wird in den Eierstöcken im Gelbkörper und in geringen Mengen auch in der Nebennierenrinde gebildet.

Unter Einfluss des LH (luteinisierendes Hormon) wird Progesteron in der zweiten Zyklushälfte vermehrt ausgeschüttet. Es bleibt während der gesamten zweiten Zyklushälfte hoch und fällt kurz vor der Menstruation wieder ab.

Progesteron bereitet die Schleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor, es verdichtet sie und sorgt für gute Durchblutung. Gefäße und Drüsen der Gebärmutterschleimhaut werden aktiv, um im Falle einer Empfängnis dem Embryo Nährstoffe bereitstellen zu können.

In der 2. Hälfte des Zyklus erhöht sich unter dem Einfluß des Progesteron die Körpertemperatur etwa um ein halbes Grad und fällt dann kurz vor Eintritt der Menstruation wieder ab.

Auf emotionaler Ebene hat Progesteron einen sehr beruhigenden Effekt, es wirkt stabilisierend, macht gelassen und sorgt zudem für einen ruhigen Schlaf. Es regt den Stoffwechsel an und kann dadurch den Appetit steigern. Der Fettstoffwechsel funktioniert unter dem Einfluß von Progesteron optimal, so dass Fette aus der Nahrung besser in Energie umgewandelt werden.

In der zweiten Zyklushälfte produziert der Gelbkörper so lange Progesteron, bis von der Gebärmutter die Meldung kommt “Nicht schwanger!”. Dann wird der Gelbkörper sozusagen vom Eierstock entsorgt und die Progesteron-Bildung stoppt.

Typische Symptome eine Progesteronmangels sind:

  • Schmierblutungen
  • Schlafstörungen
  • Energiemangel
  • Ängstlichkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Gewichtszunahme
  • Hautirritationen
  • Prämenstruelle Migräne.

Die Liste lässt sich um alle PMS-Symptome erweitern.

Ein Progesteronmangel kann indirekt auch Verdauungsbeschwerden bedingen. Beispielsweise wirkt sich ein Progesteronmangel negativ auf die Serotoninbildung aus. Da viel Serotonin im Darm verstoffwechselt wird, ist das Ergebnis ein lahmer Darm. Das beschert Frauen beispielsweise Durchfall, Verstopfungen und Blähungen.

Ein Progesteronüberschuss kann sich als PMS Ursache für Schläfrigkeit, Benommenheit oder Depression bemerkbar machen. Bei einem starken Progesteronüberschuss können die gleichen Symptome wie bei einem Mangel auftreten. Ein Progesteronüberschuss tritt fast nur unter Medikation auf, z.B. mit einer zu hoch dosierten Progesteroncreme oder -zäpfchen.

Wie können hormonelle Dysbalancen noch entstehen?

Mit unseren heutigen Lebensumständen ist unser Körper vorwiegend mit einem “zu viel” an Östrogen konfrontiert, zum Beispiel durch langjährige Pilleneinnahme oder auch Umweltgifte, zum Beispiel Xenoöstrogene.

Wikipedia schreibt: “Xenoöstrogene sind synthetisch hergestellte chemische Verbindungen mit östrogenartiger Wirkung” auf das Hormonsystem. Xenoöstrogene sind Teil unserer Umwelt, man findet sie in Weichmachern, Plastikflaschen, Kosmetik, oder in Fleisch aus konventioneller Aufzucht.

Aber auch ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Übergewicht, Bewegungs- und Schlafmangel können hormonelle Dysbalancen hervorrufen.

Was hilft bei PMS-Beschwerden?


Wenn du viele Beschwerden hast, gibt es einiges, was du selbst unternehmen kannst, um deinen Hormonhaushalt zu stabilisieren und somit die PMS-Symptome zu lindern. Dazu gehören Veränderungen im Lebensstil, die Versorgung des Körpers mit Mikronährstoffen sowie der Einsatz von Pflanzen, die den Hormonhaushalt beeinflussen können.

Lebensstil

  1. Achte auf genügend Bewegung, denn auch die ist wichtig für einen ausgeglichenen Zyklus. 2-3 mal pro Woche 30 Minuten leichter Sport genügen, damit dein Stoffwechsel und dein Kreislauf auf Trab kommen.
  2. Reduziere deinen Stress. Denn bei Stress werden in deinem Körper sogenannte Stresshormone (Cortisol, Adrenalin etc.) ausgeschüttet, die sich negativ auf deinen Zyklus und auch auf die PMS-Symptome auswirken können. Sorge also für ausreichend viel Schlaf und lasse auch Pausen in deinem Kalender.
  3. Reduziere Umweltgifte. Trinke Wasser aus Glasflaschen und konsumiere so wenig Alkohol und Zigaretten wie möglich. Damit entlastest du deine Leber und diese kann sich auf ihre Aufgaben im Hormonstoffwechsel konzentrieren.

Mikronährstoffe

  1. Magnesium – viele PMS-Beschwerden verschwinden allein durch den Einsatz von hochwertigem Magnesium, z.B. als transdermales Magnesium, das über die Haut aufgenommen wird, oder als marines Magnesium aus Algen oder Korallen. Beides wird gut vom Körper verstoffwechselt.
  2. Omega-3-Fettsäuren – z.B. in Fisch, Lein-, Raps- oder Hanföl und auch in Leinsamen enthalten, liefert dem Körper genau die ungesättigten Fettsäuren, die er für die Hormonsynthese braucht.
  3. B-Vitamine – Vitamin B6 und B12 sind essentiell für ein gut funktionierendes Hormonsystem. Besonders schlechte Laune und depressive Verstimmungen vor der Menstruation können sich durch die Gabe von B-Vitaminen bessern. Viel Vitamin B6 enthalten frische Keime und Sprossen, z.B. Quinoa-Keimlinge.

Pflanzen

  1. Frauenmantel: DIE Pflanze bei PMS-Beschwerden. Als Tee getrunken unterstützt sie den Progesteronhaushalt. Allerdings musst du sie über die gesamte 2. Zyklushälfte zu dir nehmen, am Besten 2-3 Tassen pro Tag.
  2. Mönchspfeffer: Kann ebenfalls den Progesteronhaushalt stabilisieren und wird zumeist in Kapselform eingenommen.
  3. Brennnessel: Eine schöne Ergänzung zum Frauenmanteltee, wenn dich vor allem Wassereinlagerungen plagen. 
  4. Passionsblume: Diese Blume wirkt sehr sanft und ebenfalls progesteronähnlich. Bei PMS Typ-A eine sehr wichtige Wirkung, denn Progesteron fehlt hier ganz eindeutig.
  5. Schafgarbe: Die Schafgarbe findet in der Frauenheilkunde große Verwendung. Wegen ihrer effektiven Wirkung wird sie typischerweise beim Post-Pill-Syndrom, PMS-Beschwerden, innerer Unruhe sowie Menstruationsproblemen eingesetzt. Schafgarbe wirkt harmonisierend und sehr wohltuend auf die Psyche.
  6. Melisse: Ein tolles Mittel, wenn man sich viele Sorgen und Gedanken macht, ist die Melisse. Sie wirkt beruhigend und absolut entspannend.

Je nachdem, welche PMS-Symptome bei dir vorkommen, gibt es außerdem verschiedene homöopathische Mittel oder Kräuterzubereitungen. Dafür ist eine spezialisierte Heilpraktikerin die beste Ansprechperson.

Ernährung

Es gibt einige Nahrungsmittel, die den Verlauf deiner PMS abschwächen können. Viele Nahrungsmittel enthalten Magnesium, Kalzium und Vitamin B6, die eine zentrale Rolle bei PMS spielen.

Vielleicht verspürst du manchmal Heißhunger auf Süßes? Kohlenhydrate können kurzfristig die Stimmung verbessern, in dem sie den Blutzuckerspiegel anheben und die Bildung von Serotonin im Gehirn anregen. Aber aufgepasst, dieser Spiegel fällt auch schnell wieder. Auch ein Magnesiummangel äußert sich oft in einem gesteigerten Appetit auf Schokolade.

  1. Haferflocken – mach’s gut Heißhunger! Haferflocken sind reich an Eisen und gesunden Fettsäuren – vor allem an der Gamma-Linolensäure. Diese braucht dein Körper zur Herstellung von Progesteron. Gamma-Linolensäure unterstützt den Hormonhaushalt und kann bei regelmäßiger Zufuhr Spannungen in der Brust und hormonell bedingte Stimmungsschwankungen lindern. Und noch ein Pluspunkt: Haferflocken, zum Beispiel im Müsli oder als Porridge, sind super gegen Heißhungerattacken, da sie den Insulinspiegel stabil halten und lange sättigen.
  2. Kakao: Eine gute Nachricht – Kakao gehört zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln und ist damit ein Geheimtipp, wenn du von nervigen Bauchkrämpfen geplagt wirst. Er wirkt muskelentspannend und sorgt so dafür, dass deine Gebärmutter sich aufhört krampfartig zusammenzuziehen. Kakao heißt in diesem Fall dunkles, geöltes Kakaopulver – ohne Zucker und andere Zusatzstoffe. Wähle am besten Kakaonibs. Die lassen sich zwischendurch snacken, verfeinern dein Müsli oder Porridge und eignen sich zum Backen. Natürlich ist es nicht das gleiche wie eine Tafel Schokolade, aber zumindest ein guter Ersatz. Und wenn wir ein Auge zudrücken, darf es dann auch gerne mal ein Stück Schoki sein – dann aber bitte mit extra hohem Kakaoanteil (mindestens 70%).
  3. Leinsamen und Chiasamen – Kraftpakete für den Hormonhaushalt. Diese beiden kleinen Wundersamen enthalten außerordentlich viel Omega-3-Fettsäuren – und genau diese führen zu einem größeren Gelbkörper, der mehr Progesteron produziert. Gewöhne dir also an, täglich einen Teelöffel Lein- oder Chiasamen zu dir zu nehmen – im Porridge, Smoothie oder Salat!

PMS-Symptome passgenau behandeln: Heißhunger, Völlegefühl und Stimmungsschwankungen


Heißhunger stoppen

Der erste Schritt im Kampf gegen ungewollte Gelüste ist die richtige Ernährung. Wenn es Richtung zweite Zyklushälfte geht, sollte auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit einem hohen Sättigungsgrad geachtet werden.

Außerdem kann es sehr hilfreich sein, auf altbewährte Frauenheilkräuter zurückzugreifen, zum Beispiel in Form von wohltuenden und wirksamen Heiltees. Um PMS-Heißhunger zu stoppen, bietet sich eine Kräutermischung an, die Süßhunger hemmt, den Hormonhaushalt stabilisiert und sanft harmonisiert.

Süßholz ist, wie der Name schon sagt, süß. Aufgrund seiner natürlichen Süße kann er das Verlangen nach Zuckerhaltigem sehr gut lindern. Kombinieren lässt sich Süßholz zum Beispiel mit Frauenmantel. Diese Pflanze bekam ihren Namen nicht grundlos, denn der Frauenmantel übt eine schützende, harmonisierende und ausgleichende Wirkung insbesondere auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane aus.

Auch Ingwer ist eine Wunderwurzel. Abgesehen davon, dass Ingwer ein echtes Superfood ist und etliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, wirkt die Knolle appetitzügelnd und ist eine wunderbare Unterstützung in der 2. Zyklushälfte.

Was hilft bei Völlegefühl & Blähungen?

Der erste Schritt ist definitiv, Dinge zu vermeiden, die die Symptomatik noch verschlimmern können. Also Finger weg von Zigaretten, Kaffee, Cola und Schokolade.

Zusätzlich kann der Verzicht auf schwer verdauliche Lebensmittel (Rohkost, Salate etc.) sehr hilfreich sein. Anstelle dieser Nahrungsmittel lieber leicht verdauliche und am besten warme Speisen verzehren. Auch von Natur aus blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Bohnen, Knoblauch oder Lauch sollten in dieser Zeit gemieden werden.

Yoga gegen PMS

Heilkräuter, gerade in Form von Tees, werden meist unterschätzt. Speziell für PMS-bedingte Wassereinlagerungen, Blähbauch, Verdauungsprobleme und Blähungen gibt es Hilfe aus dem Kräutergarten. Hier bieten sich beispielsweise Schafgarbe, Frauenmantel, Goldrute, Liebstöckelwurzel und Birke an. Die Kombination aus diesen Heilkräutern ist hilfreich bei Wassereinlagerungen und jeglichen Problemen mit der Verdauung.

Pflanzlich gegen Stimmungsschwankungen



Ja, es gibt sie, die Pflanzen und Kräuter, die PMS-Symptome deutlich lindern. Speziell bei Depressionen, Stimmungsschwankungen und allgemeiner Niedergeschlagenheit helfen harmonisierende, beruhigende und stimmungsaufhellende Heilkräuter. Zu diesen natürlichen Stimmungsaufhellern gehören Melisse, Angelikawurzel und Johanniskraut.

Wie du siehst, gibt es eine Menge, was du selbst bei PMS selbst tun kannst, damit dein Körper wieder zu einer hormonellen Balance zurückfinden kann. Viele kleine Schritte sowie Geduld können langfristig zu großen Veränderungen führen.

Wie FEMNA dich unterstützen kann


Bei FEMNA kannst du dich zu PMS von einer Expertin für Frauenheilkunde beraten lassen. Im Vorfeld ist es möglich, einen Hormontest von Zuhause aus durchzuführen. In der Beratung erhältst du eine Analyse deines Befundes, kannst all deine Fragen stellen und bekommst Empfehlungen für deine individuelle Situation.

Im Anschluss an das Gespräch erhältst du von FEMNA zusätzlich eine schriftliche Zusammenfassung des Gesprächs mit konkreten Handlungsempfehlungen für deine hormonelle Situation.


Quellen

1 National Women’s Health Resource Center, Inc., 2019

2 https://de.wikipedia.org/wiki/Prämenstruelles_Syndrom

3Grosch, S. BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer Bei Elsevier 2006

Becher, B.: “Das Prämenstruelle Syndrom – die Bedeutung von Mikronährstoffen in der Therapie.” Journal für Orthomolekulare Medizin 2 / 2002.

Bosarge, Penelope M. “Understanding and treating PMS/PMDD.” Nursing2018 33 (2003): 13-14. Link

Fornoff, Bettina. Hormone in Balance. Leitfaden für Frauen. Lotte-Verlag, 2016.

HänggiBally, D. “Prämenstruelles Syndrom.” Swiss Medical Forum. Vol. 7. No. 41. EMH Media, 2007.

Kleine-Gunk, Bernd. Das Frauen-Hormone-Buch. Georg Thieme Verlag, 2013

Köpper, C. & Loch, E.-G.: „Prämenstruelles Syndrom.“ Deutsche Apotheker Zeitung 24, 23-29 (1996)

Madejsky, Margret. “Lexikon der Frauenkräuter.” München, AT(2010).

“PMDS: Wenn Frauen regelmäßig die Kontrolle verlieren”, Der Standard.de https://www.derstandard.de/story/2000026487305/praemenstruelle-dysphorische-stoerung-hormonmonster-frau, 30.11.2015.

Über die Autorin
Hannah Pehlgrimm

Hannah Pehlgrimm ist zertifizierte Heilpraktikerin für Frauenheilkunde und Autorin des Buches "Dein Zyklus-Buch — Period.", das Anfang 2020 im EMF Verlag erschienen ist.

Lerne die bei FEMNA aktiven Beraterinnen kennen

Hiltraud
Klöpperpieper
Heilpraktikerin
Melanie Drewes - Ärztin
Melanie
Drewes
Praktische Ärztin
Viktoria
Klöpperpieper
Heilpraktikerin

Bekannt aus...

Bekannt aus Refinery29
Bekannt aus Die Welt
Bekannt aus Generation Pille
Bekannt aus Freundin
Bekannt aus Gründerszene
Frauen bewerten FEMNA
mit hervorragend
4.8/5