Diagnose PCOS – Was steckt dahinter?

Von Übergewicht und Zyklusunregelmäßigkeiten über Akne bis hin zum unerfüllten Kinderwunsch – das Symptombild eines Polyzystischen Ovarialsyndroms (kurz PCOS) ist bunt und vielfältig. Der Leidensdruck und die Angst betroffener Frauen ist jedoch immer ähnlich.

Doch keine Angst! Du bist damit nicht allein: Zwischen 5-10% aller gebärfähigen Frauen in Deutschland sollen ein PCOS haben. Vor allem immer mehr junge Frauen erhalten die Diagnose nach Absetzen der Pille, weil sich ihr Hormonhaushalt nicht wieder richtig einspielt.

Heute möchten wir dir zeigen, was hinter der Diagnose PCOS steckt und – das ist die gute Nachricht – wie viele Möglichkeiten der Behandlung es gibt!

PCOS

PCOS – einfach erklärt

PCOS ist die Abkürzung für das Polycystische Ovarialsyndrom. Wortwörtlich übersetzt bedeutet das so viel wie: Mit vielen Zysten besetztes Eierstock-Syndrom. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Blasen. Wichtig für dich zu wissen ist aber: Ein Eierstock mit sehr vielen Zysten ist zwar typisch für das PCOS, ist aber nicht zwingend für die Diagnosestellung nötig!

Denn das PCOS beschreibt grundlegend eine Stoffwechselstörung, bei der die weiblichen Sexualhormone aus dem Gleichgewicht geraten. Diese Hormone sind essentiell für unseren weiblichen Zyklus – fallen sie aus der Balance, kann das mit einer Reihe von Symptomen verbunden sein. Typisch für das PCOS ist, dass es nur sehr unregelmäßig bis sogar gar nicht zum Eisprung kommt.

PCOS - Polyzystisches Ovarialsyndrom im Ultraschall
perlenschnurartige Zysten (www.ivfausland.de)

Im Normalfall bilden die Eierstöcke bei uns Frauen in jedem Zyklus bis zu 12 Follikel (Vorstufen einer Eizelle) pro Seite. Einer dieser Follikel entwickelt sich aber mehr als die anderen: wird also größer und reifer. Das ist die Eizelle, die dann beim Eisprung in den Eileiter gegeben wird. Die zurückbleibenden Follikel bilden sich dann zurück. Hat die Frau in einem Zyklus aber keinen Eisprung, bleiben die nicht entwickelten Follikel einfach weiterhin bestehen. Das sieht man im Ultraschall als sogenannte „perlschnurartige Zysten“. Die typischen Zysten bei PCOS zeigen lediglich an, dass kein Eisprung stattfand. Der Befund erklärt nicht, warum es keinen Eisprung gab und auch nicht, ob es im nächsten Zyklus einen geben wird oder nicht.

Als Nebeninformation für dich: Ein bis zwei Zysten an den Eierstöcken bei Frauen im gebärfähigen Alter sind völlig normal! Man spricht auch von sogenannten funktionellen Zysten. Wie oben erklärt, reifen immer mehrere Follikel heran, aber nur eine Eizelle springt dann. Daher kann es durchaus normal sein, wenn eine Zyste am Eierstock verbleibt. Nach Durchlaufen einiger Zyklen bildet diese sich dann in der Regel wieder zurück. Nur ab bestimmten Zystengrößen oder wenn sie zu Schmerzen führen, sollte therapeutisch etwas gemacht werden.

Mögliche Ursachen

Das PCOS kann viele Ursachen haben. Diskutiert werden genetische Ursachen, aber auch entzündliche Prozesse im Körper. Außerdem zeigt sich ein Zusammenhang zur Einnahme hormoneller Verhütungsmittel, also der Pille.

Wissenschaftlich belegt ist, dass ein PCOS eine sogenannten Insulinresistenz als Ursache haben kann. Das heißt, deine Körperzellen reagieren nicht mehr so empfindlich auf das Hormon Insulin – was dafür da ist, dass die aus der Nahrung aufgenommene Glukose in die Zellen gelangt, mit der Folge, dass dein Blutzuckerspiegel sinkt. Folglich steigt in deinem Blut der Spiegel des freien Insulins an. Das führt einerseits zu Übergewicht, andererseits aber stimuliert Insulin auch die Produktion der männlichen Geschlechtshormone in deinen Eierstöcken.

Und hier wären wir wieder bei der Verschiebung deiner Hormonspiegel: Deine Eierstöcke produzieren nun viel mehr Vorstufen für die Androgene – was dazu führt, dass ein Zuviel an männlichen Sexualhormonen entsteht. Als Reaktion darauf wird aber auch die Östrogenproduktion hochgetrieben und das gesamte Hormonsystem kann sich verschieben. Deshalb ändert sich auch die Balance zwischen LH und FSH in Richtung einer LH-Dominanz, die zur Folge eine Follikelreifestörung sowie einen ausbleibenden Eisprung hat.

Um die Wirkung unserer einzelnen Hormone besser zu verstehen, kannst du unseren Artikel zur hormonellen Dysbalance lesen.

PCOS-Symptome

Nun weißt du, wie sich der gesamte Hormonhaushalt im Rahmen einer PCOS verschieben kann. Dadurch kannst du auch die Symptome besser verstehen:

  • Zyklusstörungen (keine oder seltene Menstruation) durch die eingeschränkte Funktion der Eierstöcke
  • Unerfüllter Kinderwunsch (durch ausbleibende Eisprünge)
  • Haarausfall, vermehrte Körperbehaarung, Akne (durch das Zuviel an männlichen Hormonen)
  • Gewichtszunahme (durch Insulinresistenz) 
  • Depressive Verstimmungen 
  • Eibläschen bzw. Zysten an den Eierstöcken (entstehen durch Reifung vieler Eizellen ohne Eisprung)

Natürlich müssen nicht immer alle aufgelisteten Symptome präsent sein. Denn ein PCOS kann sich von Frau zu Frau in ganz unterschiedlichen Facetten und Intensitäten zeigen. Bei der einen prägen sich die Symptome schon mit Eintritt in die Pubertät aus, während die andere es erst merkt, wenn sie erfolglos versucht schwanger zu werden.

Die Diagnose kann anhand der sogenannten Rotterdam-Kriterien getroffen werden. Das heißt, ein PCOS-Verdacht bestätigt sich, wenn mindestens 2 der folgenden Symptome auftreten:

  • Veränderungen im Hormonhaushalt mit Zyklusstörungen / ausbleibender Menstruation: Zunächst werden die Blutungen seltener, dann können sie ganz ausbleiben.
  • Hinweise auf eine Hyperandrogenämie, also ein Zuviel an männlichen Hormonen: erhöhte Testosteronwerte, vermehrte Körper- und Gesichtsbehaarung, Neigung zu Akne und Haarausfall.
  • Auftreten von perlschnurartiger Zystenbildung an den Eierstöcken. Im Ultraschall sind viele aneinandergereihte Zysten in den oft vergrößerten Eierstöcken zu sehen. Im Verlauf kann die Eierstockfunktion aufgrund des zystischen Umbaus nachlassen, die Eierstöcke bilden immer weniger Östrogene.

Du siehst also, die zystischen Eierstöcke sind nicht zwingend für die Diagnosestellung erforderlich, auch wenn der Name des Polyzystischen Ovarialsyndroms das vermuten lässt. Symptome durch den veränderten Hormonhaushalt sind ausreichend.

Solltest du selbst unter den oben genannten Symptomen leiden und es wurde noch nicht herausgefunden, woher diese kommen, kann es hilfreich sein, einen Facharzt oder eine Fachärztin aufzusuchen. Ein PCOS kann zwar wahrscheinlich sein, aber es kann noch viele weitere Gründe geben, die zu einem Überschuss deiner männlichen Hormone führen können:

  • bestimmte Arten der Pille mit besonders hohem androgenem Effekt
  • das sogenannte adrenogenitale Syndrom: eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung, bei der durch einen Defekt in den Nebennieren zu viele Androgene produziert werden
  • erhöhter Spiegel des Hormons Prolaktin
  • Schilddrüsenstörungen

Auch wir von FEMNA beraten dich sehr gerne zu diesem Thema und unser Hormontest kann auch dabei helfen, deinen eigenen Hormonspiegel überprüfen zu lassen. Hier geht’s zum Test!

Die unterschiedlichen PCOS-Typen

PCOS ist nicht gleich PCOS! Daher macht es Sinn für dein Verständnis einmal die zwei unterschiedlichen Typen zu unterscheiden:

Das typische PCOS

Frauen mit dem Vollbild PCOS haben oft schon ab Beginn ihrer Pubertät mit Übergewicht, vermehrter Körperbehaarung, Akne und einer ausbleibenden Regelblutung zu kämpfen. Die oben erklärte Insulinresistenz kann sich im Laufe ihres Lebens weiter verstärken und somit auch zur Zunahme der Symptome führen. Da der weibliche Zyklus in diesen Fällen nicht vollständig durchlaufen wird und auch der Eisprung nur sehr unregelmäßig bis gar nicht stattfindet, leiden diese Frauen häufig an einem unerfüllten Kinderwunsch.

Üblicherweise wird dieses Syndrom mit sogenannten Antiandrogenen therapiert – das sind Medikamente, die den Überschuss an männlichen Sexualhormonen eindämmen sollen. Bei einem Kinderwunsch kann mithilfe des Medikaments Clomifen die Follikelreifung in den Eierstöcken angeregt und unterstützt werden. Außerdem wird den betroffenen Frauen eine Ernährungsumstellung sowie mehr Bewegung empfohlen, um dem einhergehenden Übergewicht und der verminderten Insulinempfindlichkeit entgegenzuwirken.

Das Post-Pill-PCOS

Leider wird bei einigen Frauen nach dem Absetzen der Pille viel zu oft und viel zu früh die Diagnose “PCOS” gestellt. Denn ein typischer Nebeneffekt nach dem Pille-Absetzen ist, dass die Androgenspiegel rapide in die Höhe schnellen. Das kann damit begründet werden, dass viele Pillen die Androgenproduktion vorübergehend unterdrücken und dann dein Körper nach dem Absetzen versucht, so schnell es geht, dieses Zuwenig an männlichen Hormonen auszugleichen. Häufig schießt dein Körper dann aber über das Ziel hinaus und es werden zu viele Androgene ausgeschüttet.

Das kann sich bei den Frauen dann mit den klassischen Symptomen eines PCOS, also Akne, Haarausfall, sehr langen Zyklen oder komplett ausbleibender Menstruation bemerkbar machen. Im Ultraschall können auch die typischen Perlenschnur-Eierstöcke erkennbar sein. Wichtig ist aber, dass das für das Vollbild PCOS typische Übergewicht sowie die Insulinresistenz meist fehlen.

Beachten solltest du außerdem, dass nicht jede Verschlechterung des Hautbildes nach Absetzen der Pille sofort als “Post-Pill-PCOS” bezeichnet wird! Das ist eine ganz normale Reaktion deines Körpers auf den Umstellungsprozess deiner Hormone. Sollten die Symptome aber verstärkt auftreten und dich belasten, kann es hilfreich sein, deine Hormonspiegel bestimmen zu lassen sowie einen Fachmann bzw. eine Fachfrau um Rat zu fragen.

Um für dich zu entscheiden, welcher PCOS-Typ du bist, kannst du dich einfach fragen, ob du vor Pilleneinnahme einen normalen Zyklus hattest. Sollte das der Fall sein, ist es also wahrscheinlicher, dass du unter einem Post-Pill-PCOS leidest.

In diesem Fall solltest du erstmal Ruhe bewahren! Denn ein Post-Pill-PCOS muss nicht von Dauer sein. Es ist wichtig, dass du deinem Körper einfach die notwendige Zeit gibst, seine Hormonspiegel selbst wieder in Balance zu bringen. Das kann bei der einen Frau länger dauern als bei der anderen, denn jeder Körper ist individuell! Lies dafür doch auch unseren Artikel zum Thema “Pille-Absetzen” und erfahre, wie du deinen Körper in dieser besonderen Zeit am besten unterstützen kannst.

Solltest du die Pille aufgrund eines Kinderwunsches abgesetzt haben und nun aber unter einem Post-Pill-PCOS leiden, solltest du mit deinem Arzt oder deine Ärztin des Vertrauens sprechen. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Schwangerschaft mit Hilfe von Hormonstimulation zu unterstützen.

Was tun bei PCOS?

Nachdem du nun alles Wichtige rund ums Thema PCOS erfahren hast, wollen wir dir natürlich noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die dir bei der Behandlung helfen können.

Grundsätzlich ist es wichtig, Ruhe zu bewahren!

Neben der Therapie durch einen Mediziner oder eine Medizinerin gibt es noch eine Reihe weiterer Methoden, mit denen du deinen Körper auf natürliche Weise auf diesem Weg begleiten und unterstützen kannst. Dabei kann vor allem die zugrundeliegende Insulinresistenz mithilfe einer Ernährungsumstellung und Life-Style-Veränderungen gut in den Griff bekommen werden.

1. Ernährung

Ein erster wichtiger Punkt, mit dem du deinem Körper etwas Gutes zutun kannst, ist deine Ernährung!

Versuche darauf zu achten, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel einzukaufen, am besten sogar aus dem Bio-Sortiment oder regional produziert.

Viel frisches Grün, Wildkräuter und wärmende Speisen im Sinne der chinesischen Medizin (z.B Hirse- oder Haferflockenfrühstück mit Hafer- oder Reismilch) versorgen deinen Körper mit Vitalstoffen, die er für einen funktionierenden Hormonhaushalt benötigt. Außerdem erwärmen sie das Becken. Magnesiumreiche Nahrungsmittel wie dunkles Blattgemüse, Nüsse und Samen sind ebenfalls hilfreich.

Sollte dein PCOS mit einer Insulinresistenz einher gehen, solltest du darauf achten, so gut wie es geht, auf Zucker zu verzichten. Denn zu viel Zucker bei einer verminderten Insulinempfindlichkeit kann dazu führen, dass sich die Symptome verschlechtern.

Außerdem wichtig für dich: Iss bitte genug! Das klingt vielleicht erstmal komisch, ist jedoch für einen gesunden Zyklus sehr wichtig. Wenn du Kohlenhydrate vermeidest, nachdem deine Frauenärztin polyzystische Eierstöcke am Ultraschall gesehen hat, könntest du dich auf dem völlig falschen Weg befinden. Dein Körper benötigt eine gute Versorgung mit Kohlenhydraten, damit er genug Energie hat, deine Eizelle springen zu lassen.

Vitalstoffe und Kräuter bei PCOS:

  • Zink unterdrückt auf natürliche Weise Androgene und unterstützt die Funktion deiner Eierstöcke.
  • Pfingstrose und Süßholz: Diese beiden Pflanzen helfen vor allem nach dem Pillen-Absetzen beim Einpendeln deiner Hormonspiegel.
  • Grüne Minze vermindert ebenso den Testosteronspiegel.
  • Zimt hat die wunderbare Eigenschaft, deinen Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Dadurch hat er auch positive Effekte auf eine Insulinresistenz
Gesunder Tee mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern, PCOS-freundliche Ernährung
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PCOS-freundliche Ernährung:

Neben gesunden Fetten, unter anderem aus Nüssen und Samen, sollte frisches, stärkearmes Gemüse und Obst mit wenig Fructose (z.B. Beeren und Kirschen) den größten Teil deiner Ernährung ausmachen. Gemüse kannst du praktisch unbegrenzt essen. Besonders dunkles Blattgemüse ist wegen seines hohen Magnesiumgehaltes hilfreich.

Ergänzen kannst du dein Gemüse beispielsweise durch Hülsenfrüchte, Hirse, Pseudogetreide (Körnerfrüchte von Pflanzenarten, die nicht zur Familie der echten Getreidearten gehören, aber ähnlich wie Getreide verwendet werden, z.B. Quinoa, Buchweizen, Amaranth), Vollkornreis oder qualitativ hochwertiges Fleisch.

Gleichzeitig benötigt dein Körper Ballaststoffe. Diese sorgen zum Beispiel dafür, dass Kohlenhydrate langsamer in den Blutkreislauf gelangen, womit sie indirekt auch den Insulinspiegel senken.

2. Bewegung

Bewegung tut gut!
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Alles, was dein Bauchgefühl und deine eigene Mitte stärkt und den Kontakt zu deinem Körper unterstützt, ist bei der Behandlung von PCOS günstig. Auch hier gilt wieder: Bewegung hält fit!

Regelmäßige Bewegung – und das kann mit der Erhöhung deiner Schritte pro Tag beginnen – sollte ein fester Bestandteil in deinem Alltag sein. 2-3 mal 30min leichter Sport pro Woche sind dabei empfohlen. Ob du in der Natur joggen gehst oder beim Yoga zu dir findest, du hast die Wahl. Und das hat nicht nur positive Effekte auf deinen Körper und deine Organfunktion, sondern auch auf Psyche und Geist.

3. Schlaf

Eine gute Schlafhygiene sowie regelmäßige Pausen helfen deinem Körper, wieder einen eigenen Rhythmus zu finden. Diese gesunde Schlafhygiene erreichst du vor allem dadurch, indem du feste Schlafenszeiten einführst, vor dem Zubettgehen Rituale zum “Runterkommen” nutzt und auf Medien in der Zeit vor dem Schlafen verzichtest. Eine fehlende Menstruation zeigt, dass ein gesunder Rhythmus fehlt, sei es beim Schlafen, beim Essen oder bezüglich der Pausen. 

Nimm dir auch während deiner Arbeitszeit Pausen und überlege dir, wo du Ruhe und Entschleunigung finden kannst. Dein Hormonhaushalt braucht die Phasen der Entspannung, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Regelmäßiger Sport und tägliche Bewegung im Freien sind unverzichtbar.

4. Entgiftung

Jede Therapie bei PCOS sollte damit beginnen, deine Entgiftungsorgane zu unterstützen, sodass dein Körper Umweltgifte und auch Fremdhormone besser ausscheiden kann. Diese Aufgaben übernehmen vor allem deine Leber, deine Nieren, aber auch der Darm.

Insbesondere die Leber wird in dieser Aufgabe oft unterschätzt und eine Überbelastung merkt man ihr nicht an. Tue ihr also etwas Gutes, indem auf andere Giftstoffe (wie Alkohol, Koffein oder raffinierter Zucker) verzichtest und ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees trinkst. Auch mittels Bewegung kannst du deine Entgiftungsorgane wieder in Schwung bringen!

5. Heilpflanzen

Heilpflanzen wie Löwenzahn, Mariendistel, Schafgarbe, Storchenschnabel, Brennnessel, Goldrute, und Birke sind klassische Entgiftungspflanzen. Im Anschluss daran eignen sich die Heilpflanzen Beifuß, Angelikawurzel, Schafgarbe und auch Frauenmantel zum hormonellen Ausgleich und um die Eierstockfunktion zu unterstützen.

Wenn die Insulinresistenz eine zentrale Rolle spielt, können auch hier gezielt Heilpflanzen eingesetzt werden, z.B. Zimt, Basilikum oder Bockshornkleesamen.

Frage doch einfach bei deiner Heilpraktikerin oder deinem Heilpraktiker des Vertrauens nach!

Ein Wort zum Schluss

Wir hoffen, wir konnten dir in unserem heutigen Artikel zeigen, was hinter der Diagnose PCOS steckt. Wie du siehst, braucht die Behandlung eines PCOS Geduld und vor allem hohe Eigenmotivation. Aber aus unserer Erfahrung ist sie durchaus erfolgsversprechend! Mit Hilfe ganzheitlicher Maßnahmen, die Körper und Seele gleichermaßen unterstützen, sowie einer Veränderung des Lebensstils mit mehr Rhythmus und Zeiten der Regeneration, kann sich der Hormonhaushalt wieder einpendeln und damit auch die Symptomatik abschwächen oder ganz verschwinden.

Gib dir und deinem Körper etwas Zeit. Auch wir von FEMNA unterstützen dich gern auf diesem Weg. Bei Fragen bezüglich PCOS oder generell zu deiner Weiblichkeit kannst du dich jederzeit bei einer unserer Expertinnen melden.

Quellen

Pehlgrimm, Hannah. Das polyzystische Ovarial-Syndrom (PCOS). Clio 88, FFGZ e.V. Berlin, 2019.

Kirkpatrick, Johnstone. Heilende Hormone. Hormonfreundliche Ernährung und naturheilkundlicher Rat für einen harmonischen Zyklus. Südwest, 2019. 

Madejsky, Margret: Lexikon der Frauenkräuter. AT Verlag, 2008.

https://www.juliaschultz.net/

https://www.gesundheit.gv.at/

Briden, Lara. Die Periodenwerkstatt. Der Weg zu gesunden Hormonen und einer gesunden Periode. GreenPeak Publishing, 2018.

Kirkpatrick, Belinda, Johnstone, Ainsley. Heilende Hormone. Hormonfreundliche Ernährung & naturheilkundlicher Rat für einen harmonischen Zyklus. Südwest, 2019.

unter Mitwirken von Lina Köhler