Schluss mit wiederkehrenden Blasenentzündungen!

Fast jede von uns Frauen kennt es. Dieses unangenehme Ziehen in Richtung Blase und man weiß: Die nächste Blasenentzündung kündigt sich an! Doch damit nicht genug.. Haben sich die Blasen-Beschwerden gerade wieder gelegt, dauert es manchmal nicht lange, und sie sind wieder da. Ein ständiges Auf und Ab und man bekommt nie so richtig Ruhe rein. Damit bist du nicht allein! So geht es ca. einer Million Frauen in Deutschland, die an rezidivierenden Zystitiden, also an wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden.

In diesem Artikel wollen wir dir erklären, was genau eigentlich zu diesen immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten führt und wie unser Blasentest von FEMNA Abhilfe schaffen kann. Du erfährst, welche Behandlungsmethoden jenseits des Antibiotika-Regals langfristig Erfolge bringen können und mit welchen Tricks du selbst der nächsten Blasenentzündung vorbeugen kannst.

Was ist eine Zystitis?

Schmerzen bei Blasenentzündungen

Ist die Rede von Harnwegsinfekt oder Blasenentzündung, weiß jede Frau sofort, was gemeint ist: Schmerzen beim Wasserlassen, das ständige Gefühl auf Toilette zu müssen, eine erschwerte Blasenentleerung und eventuell sogar Blut im Urin.

Doch wissenschaftlich betrachtet ist Harnwegsinfekt nicht gleich Harnwegsinfekt. Denn in der fachlichen Definition muss man unterscheiden, an welcher Stelle deines Urogenitaltraktes die eigentliche Entzündung liegt!

Das heißt: Harnwegsinfektion ist der Oberbegriff und je nach Infektlokalisation unterscheidet man:

  • untere Harnwegsinfektionen: Hierzu zählt einerseits die allseits bekannte Blasenentzündung, die wir auch (Uro)Zystitis nennen. Und andererseits die sogenannte Urethritis, die Entzündung deiner Harnröhre.
  • obere Harnwegsinfektionen: Ist eine Harnwegsinfektion schwerwiegender und wird nicht zeitnah richtig behandelt, kann es dazu kommen, dass die Bakterien entlang deiner Harnwege nach oben wandern. Sie laufen von der Harnröhre über die Blase und über den Harnleiter bis ins Nierenbecken und führen dann dort zu einer Entzündung. Das kann sich dann in Flankenschmerzen sowie Fieber mit Schüttelfrost bemerkbar machen.

Und dann gibt es noch die Blasenentzündungen, die einfach nicht so richtig weggehen wollen oder immer wieder auftreten. Gerade diese stellen eine große Belastung und Einschränkung für viele Frauen dar! Im Fachjargon spricht man auch von rezidivierenden Zystitiden, wenn ≥ 3 Infekte pro Jahr oder aber ≥ 2 Infekte pro Halbjahr vorliegen.

Das Urobiom – die Polizei deiner Blase

Wollen wir den Harnwegsinfekten weiter auf die Schliche kommen, so müssen wir auch über das sogenannte Urobiom sprechen. Das Urobiom stellt das Mikrobiom, also die Keimbesiedelung, deiner Blase dar. Lange Zeit dachte man, dass die Blase und auch dein Urin steril – also komplett frei von Bakterien sei. Doch Forscher:innen haben herausgefunden, dass dem nicht so ist! Denn genauso wie es im Darm oder auch in deiner Vagina eine Vielzahl an unterschiedlichen Bakterien gibt, die vor fremden Krankheitserregern schützen und dein Immunsystem auf Trapp halten, besitzt auch deine Blase einen Film aus “guten” Keimen!

Den Großteil dieser “guten” Keime stellen in der Blase die sogenannten Laktobazillen dar. Diese zählen auch zu deinem vaginalen Mikrobiom. Daher konnte aufgrund der räumlichen Nähe festgestellt werden, dass das Urobiom in Zusammenhang mit der vaginalen Normalflora steht. Das heißt: Gerät deine vaginale Keimbesiedlung aus dem Gleichgewicht, kann das auch Auswirkungen auf deine Blasengesundheit haben – und natürlich auch andersrum. Deswegen ist es nicht überraschend, dass Frauen mit bakterieller Vaginose häufig auch Blasenbeschwerden haben.

Ein anderer Keim, den wir unbedingt erwähnen müssen, ist Gardnerella vaginalis. Er zählt auch in geringer Zahl zur normalen Scheidenflora. Ist er jedoch massiv erhöht, stellt er den Leitkeim der bakteriellen Vaginose dar. Und weil es von der Vagina aus nicht weit bis in die Harnröhre ist, kann es vorkommen, dass sich Gardnerella vaginalis auf Wanderschaft begibt, deine Blase erreicht und dort Unheil anrichtet. Gerade bei Geschlechtsverkehr können durch die Bewegung des Penis die Keime aus der Vagina schnell in die Harnröhre geschleudert werden und dann leicht hochklettern.

Mit dem Wissen über das Urobiom ist es nun möglich, die genaue Keimbesiedlung deiner Blase zu untersuchen. So konnte beispielsweise bei Frauen, die häufig unter Blasenbeschwerden leiden, eine erhöhte Zahl an Gardnerellen gefunden werden, während die Zahl an Laktobazillen vermindert ist.

Was passiert bei einem Harnwegsinfekt?

Das Verständnis darüber, was überhaupt bei einem Harnwegsinfekt passiert, ist der Schlüssel zur richtigen Diagnostik und letztendlich auch zur effektiven und langfristigen Behandlung!

Wie du vielleicht weißt, sind in 70-95% der Fälle die Darmbakterien – die sogenannten E.coli-Bakterien – für die Entstehung eines akuten Harnweginfekts verantwortlich. Deshalb lernt man auch schon als kleines Kind, dass man sich immer nur von vorn nach hinten und nie andersrum abwischen sollte, um eine mögliche Keimverschleppung zu vermeiden. Doch dass eigentlich gerade die Bakterien aus der Vagina eine Blasenentzündung immer wieder aufflammen lassen können, das wissen die wenigsten! Wir erklären dir hier, wie insbesondere die Gardnerellen das im Detail anstellen.

E.coli bei Blasenentzündungen
Darmbakterien gelangen in die Blase (© Lucille Solomon, 2012 http://www.lucille-solomon.com)

Die erste Entzündung deiner Harnwege kommt, wie die meisten auch wissen, tatsächlich durch die E.coli-Bakterien. Irgendwie schaffen sie es, vom Darm in deine Harnröhre zu gelangen, steigen auf und führen zur lokalen Entzündung. Bei einem einmaligen Infekt machen sie das nur oberflächlich, aber in manchen Fällen kann es auch dazu kommen, dass sie sich richtig fest an die Blasen-Schleimhaut anheften und einen sogenannten Biofilm bilden.

Innerhalb dieses Biofilms verdichten sich die Bakterien, dringen tiefer in die Schleimhaut ein und vermehren sich. Forscher:innen konnten nachweisen, dass Bakterien in solch einem kollektiven Biofilm bis zu 1500-fach höhere Antibiotikakonzentrationen vertragen als oberflächlich sitzendende Keime. Daher überrascht es nicht, dass es durch diese Biofilm-Bakterien mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Rezidiven kommen kann! Du kannst dir das wie ein Abflussrohr vorstellen, das über sehr lange Zeit nicht sauber gemacht wurde. Um diesen dicken, fest sitzenden Schmutzfilm zu entfernen, braucht es länger einwirkende Putzmittel – und meist bleibt ein Teil des Schmutzes erhalten.

So auch die E.coli-Bakterien: Sie bleiben weiterhin in diesem Biofilm tief in der Blasen-Schleimhaut bestehen, fahren ihren Stoffwechsel auf das Minimum zurück und fallen wie in einen Winterschlaf. Die Beschwerden deiner Blasenentzündung verbessern sich und du denkst, der Harnwegsinfekt ist überstanden – doch dabei schlummern die Bakterien nur und warten darauf, wieder geweckt zu werden. In diesem “Schlummer”-Zustand sind die Bakterien mittels normaler Kultur-Diagnostik auch nicht nachweisbar, sodass oft auch aus medizinischer Sicht der Infekt überstanden ist.

Gelangen jetzt aber die oben erwähnten Gardnerella vaginalis aus der Vagina über die Harnröhre bis in deine Blase, können sie die Blasen-Schleimhaut angreifen und zerstören. Die darunter schlafenden E.coli-Bakterien in ihrem Biofilm können über diesen Defekt nun nach außen in die Blase wandern und oberflächlich wieder eine Entzündung hervorrufen. Die Blasenentzündung flammt wieder auf!

Ein Teufelskreis beginnt! Denn deine Symptome können zwar nach Antibiotika-Therapie vorerst abklingen, die E.coli-Bakterien verkriechen sich aber nur in ihrem Biofilm tief in der Blasen-Schleimhaut und warten darauf, wieder aktiviert zu werden.

Dass vor allem die inaktiven E.coli-Bakterien mit Hilfe der Gardnerellen Auslöser für rezidivierende Zystitiden sind, überraschte viele Wissenschaftler:innen. Und gerade diese neuen Erkenntnisse haben die Harnwegsinfekt-Diagnostik revolutioniert. Was sich der FEMNA-Blasentest zunutze macht!

FEMNA-Blasentest – die richtige Diagnostik kann helfen!

Wir von FEMNA bieten den Blasentest zur richtigen und zielführenden Diagnostik bei immer wiederkehrenden Harnwegsinfektionen an!

Das Gute hierbei: Es muss keine aktive Blasenentzündung vorliegen, um diesen Test durchzuführen. Denn hierbei liegt der Fokus vor allem auf den Bakterien, die für immer wiederkehrende Entzündungen verantwortlich sind und sonst durch die übliche Kultur-Diagnostik nicht nachgewiesen werden. Dazu zählen:

  • inaktive E. coli
  • aktive E. coli
  • Gardnerella vaginalis
  • Enterobacteriaceae, Streptokokken, Staphylokokken und weitere

Und auch diesen Test kannst du wieder ganz einfach von zu Hause aus durchführen. Dazu musst du nur deinen Mittelstrahl-Urin gemäß Anleitung auffangen und die Probe an unser Partnerlabor im bereits vorfrankierten Umschlag verschicken. Der Vorteil: Deine Urinprobe wird im Labor für 14 Tage aufbewahrt und kann dann im zweiten Schritt und nach Rücksprache mit dir zur Herstellung einer sogenannten AutoVaccine genutzt werden. Diese entspricht einem individuell hergestellten Impfstoff zur oralen Einnahme gegen deine persönlichen Erreger. Diese erfolgsversprechende und langfristig wirksame Therapie erklären wir dir weiter unten genauer.

Wie du Blasenentzündungen effektiv behandeln kannst

Wenn die zahlreichen Hausmittelchen bei Blasenentzündungen wie viel trinken oder Cranberry-Saft nicht mehr wirken, bleibt oft nur eine Möglichkeit: die Antibiotika-Therapie. Doch dass diese langfristig sogar eher negative Auswirkungen hat, verdrängen viele der klassischen Schulmediziner:innen.

Denn oftmals ist gerade eine immer wieder durchgeführte Antibiotika-Therapie mit dafür verantwortlich, dass Blasenentzündungen immer neu aufflammen. Wie du vielleicht weißt, zerstören Antibiotika nicht nur die bösen Keime in deinem Körper, sondern auch die guten! Und wenn die guten Bakterien deiner Normalflora aus Vagina und Blase vernichtet werden, haben die wirklichen Krankheitserreger freie Bahn! Also überrascht es nicht, dass vor allem Frauen nach zahlreichen Antibiotika-Behandlungen die Harnwegsinfekte einfach nicht mehr loswerden.

Warum also nicht auf alternative Behandlungsmethoden zurückgreifen? Wir wollen dir hier einige erfolgsversprechende Therapien vorstellen, denen bisher leider zu wenig Beachtung geschenkt wurde.

Kurzfristige Therapiestrategien bei akuten Beschwerden

Dass die Phytotherapie, die sich Wirkstoffe aus der Pflanzenwelt zunutze macht, immer mehr Zuspruch erhält, ist nichts Neues. Doch welche pflanzlichen Mittel helfen vor allem bei Blasenbeschwerden?

(http://stempel-bosch.ru/)
  • Meerrettich, Kapuzinerkresse und Bärentraube beinhalten antimikrobielle Wirkstoffe
  • Goldrute und Brunnenkresse haben einen Durchspüleffekt und können damit Krankheitserreger aus den Harnwegen spülen. Wichtig dabei: ausreichend trinken, sonst können sie ihre Wirkung nicht entfalten.
  • Kamille kann in Form von Sitzbädern oder auch vaginalen Spülungen kann Blasenbeschwerden lindern.

Auch ätherischen Ölen, die aus Pflanzen gewonnen werden, wird eine große und effektive antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Man spricht von der sogenannten Aromaöltherapie – erfahre hier mehr dazu. Wir von FEMNA können dir nach Durchführung unseres Blasentests und je nach Befund eine individuell auf dich angepasste Aromaöltherapie, beispielsweise in Form von Zäpfchen, empfehlen. Diese bekämpft die “bösen” Krankheitserreger und schont gleichzeitig unsere guten Keime in Vagina und Blase! Außerdem dringen sie effektiv in Biofilme ein, sodass auch die schlummernden Bakterien erwischt werden. Bei Blasenbeschwerden eignen sich vor allem die Öle aus der Rosengeranie, Lemongrass oder auch Melaleuca. Wichtig: Lasse dich dazu immer von einem Experten oder einer Expertin beraten, damit die richtige Konzentration gefunden wird.

Langfristig erfolgsversprechende Therapiestrategien

Gerade Frauen, die immer wieder mit Blasenentzündungen zu kämpfen haben, haben vor allem ein Ziel: dem Harnwegsinfekten dauerhaft und langfristig ein Ende setzen!

Wie du bereits weißt, spielt das Mikrobiom deiner Blase und auch deiner Vagina eine Schlüsselrolle in der Entstehung von Harnwegsinfekten. Denn wenn die “guten” Keime deiner Normalflora fehlen, bringt es nichts, immer und immer wieder nur die “bösen” Krankheitserreger mittels Antibiotika zu bekämpfen. Sie werden immer wieder kommen, weil sie freie Bahn haben. Daher ist es für deine Blasengesundheit von großer Bedeutung, dein Urobiom und auch dein vaginales Mikrobiom langfristig zu sanieren. Nur so hast du die Möglichkeit, Krankheitserregern auf Dauer Einhalt zu gebieten! Dazu eignen sich regenerierende Mikrobiotika, die du vaginal in Form von Zäpfchen oder aber auch oral einnehmen kannst. Frage hier am besten eine Expertin oder einen Experten um Rat – sie können dich dazu individuell beraten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Laktobazillen von außen zuzuführen, falls deren Anzahl vermindert ist. Indem diese dann andere “böse” Keime verdrängen, kann die Wahrscheinlichkeit für Blasenentzündungen abnehmen. Zusätzlich produzieren sie Wasserstoffperoxid, was ebenso zur Bakterienabwehr dient.

AutoVaccine – Hilfe durch körpereigene Bakterien

Außerdem möchten wir dir hier noch eine weitere langfristige Therapiemöglichkeit vorstellen: die sogenannte AutoVaccine-Therapie!

Die AutoVaccine bezeichnet einen individuell für dich hergestellten Impfstoff zur oralen Einnahme. Man kann das Wort “AutoVaccine” auch mit “Eigenimpfstoff” übersetzen – denn im Gegensatz zu einer herkömmlichen Impfung werden keine fremden Bakterien verabreicht, sondern deine eigenen. Dazu werden aus deinem Urin oder deinem Stuhl deine körpereigenen E.coli-Bakterien gewonnen, aufbereitet und in ein AutoVaccine-Individual-Heilmittel gepackt.

Dadurch soll dein Immunsystem wieder auf diese Keime aufmerksam gemacht werden und lernen, zielgerichteter gerade gegen diese eigenen Bakterien vorzugehen. Und das mit großem Erfolg: Eine rheinländliche Studie konnte belegen, dass von 21 Patientinnen mit rezidivierenden Blasenentzündungen 20 Patientinnen nach AutoVaccine-Behandlung beschwerdefrei blieben.4

Doch die AutoVaccine-Therapie ist keine Neuerfindung. Schon vor über 120 Jahren konnten Forscher:innen die stimulierende Wirkung abgetöteter Bakterien auf unser Immunsystem nachweisen. Durch die Entdeckung des Penicillins und weiterer Antibiotika wurde dieser Behandlungsansatz jedoch vorerst verdrängt. Doch weil Antibiotika heutzutage nicht mehr ganz so unumstritten sind und gerade die Antibiotika-Resistenz-Entwicklung zunehmend zu einem Problem wird, rückt die AutoVaccine-Therapie wieder zunehmend in den Vordergrund.

Auch wir von FEMNA sehen in den AutoVaccinen eine erfolgsversprechende Alternative zu herkömmlichen Antibiotika! Wie du oben gelesen hast, bieten wir die Möglichkeit, anhand deiner Urinprobe aus dem Blasentest ein auf dich angepasstes AutoVaccine herzustellen, welches du dann in Form einer Tablette oder eines Sprays oral einnehmen kannst. Bei weiteren Fragen dazu kannst du dich sehr gern an eine unserer Beraterinnen wenden – wir helfen dir gern!

Tipps & Tricks

Zu guter Letzt möchten wir dir noch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, mit denen du selbst der nächsten Blasenentzündung vorbeugen kannst.

Intimhygiene

Stichwort Intimhygiene – betrifft jede, doch es wird viel zu selten darüber gesprochen. Dass wir uns nur von vorn nach hinten abwischen sollen, lernen wir als kleines Kind. Doch dass wir gerade durch eine zu intensive Hygiene viel kaputt machen können, das wissen die wenigsten. Wir erklären dir hier, was du beachten solltest:

Unser Vaginalmilieu ist sauer und mit vielen guten Bakterien besiedelt. Und das soll auch so bleiben! Gerade durch sehr häufiges Waschen und dem Verwenden aggressiver und parfümierter Seifen kannst du viel kaputt machen. Denn viel hilft nicht unbedingt viel! Normale Duschgels sind nämlich auf den pH-Wert deiner Haut ausgerichtet (pH ca. 5,5), doch deine Scheide ist deutlich saurer (pH < 4,5).

Das regelmäßige Waschen und Abspülen mit klarem Wasser genügt schon. Wenn dir das allein nicht ausreicht, um dich richtig frisch zu fühlen, kannst du spezielle Intim-Waschlotions verwenden – diese sind speziell auf den pH-Wert deiner Vagina angepasst. Auf Intim-Deosprays, Puder oder Feuchttücher solltest du konsequent verzichten – sie können dein vaginales Milieu langfristig negativ beeinflussen.

Die richtige Ernährung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung tut deinem gesamten Körper tut. Womit du vor allem deiner Blase etwas Gutes tun kannst, erfährst du hier.

Cranberry bei Blasenentzündungen
(www.wie-funktioniert.com)

Cranberry wird wohl als das Allheilmittel gegen Blasenentzündungen angesehen, auch wenn die Studienlage dahingehend noch nicht eindeutig ist. Bestimmte Inhaltsstoffe dieser roten Moosbeere sollen verhindern, dass sich die Bakterien an die Blasen-Schleimhaut anhaften können. Außerdem enthalten sie eine Menge an Vitamin C, Vitamin A und Antioxidantien. Auch wenn ihre Wunderwirkung bei Harnwegsinfekten noch nicht nachgewiesen ist: gesund sind sie auf alle Fälle!

Auch Brokkoli ist reich an Antioxidantien und kann in eine gesunde Ernährung eingebaut werden. Ebenso werden Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Liebstöckel empfohlen, da sie antientzündlich wirken.

Blasenentzündungen nach dem Sex

Harnwegsinfekte nach dem Geschlechtsverkehr sind weit verbreitet und echt nervig! Doch wie kommt es eigentlich dazu?

Du weißt mittlerweile, dass Harnwegsinfekte vor allem durch die Verschleppung der Vaginal- und Darmbakterien in die Harnröhre entstehen. Und gerade durch die Bewegung des Penis beim Sex ist das ein Leichtes! Vor allem sehr häufiger Geschlechtsverkehr und der Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr können das Risiko für eine Blasenentzündung nach dem Sex erhöhen. Außerdem kann auch ein:e neue:r Sexualpartner:in dazu führen, dass die Frau wieder mit neuen, anfangs fremden Keimen in Berührung kommt und zunächst mit einer Entzündungsreaktion reagiert.

Doch diese Tipps können dir helfen, den Blasenentzündungen nach dem Sex vorzubeugen:

  1. Versuche, die Verschleppung von Darmbakterien in deine Blase zu verhindern: Dazu sollten Hände, Penis, Spielzeug oder auch der Mund nach Kontakt mit der Analregion nicht mehr in die Nähe deiner Harnröhre kommen.
  2. Verwende Gleitgel: Denn auch die Trockenheit deiner Vagina kann zur Risikoerhöhung einer Blasenentzündung führen. Durch Reibung hervorgerufene Risse und Mikroverletzungen machen es den Bakterien viel leichter, einzudringen und Unheil anzurichten.
  3. Und das Wasserlassen nicht vergessen! Dieser Tipp ist sicher nichts Neues für dich, aber einfach soooo wichtig! Selbst wenn Bakterien in deine Harnröhre während des Sex gelangt sind, können sie leicht wieder herausgespült werden, indem du sofort nach dem Sex auf die Toilette gehst.
  4. Verwende Kondome: Dadurch kannst du auch das Risiko für Blasenentzündungen deutlich reduzieren.

Fazit

Wir hoffen, wir konnten mithilfe von diesem Artikel etwas Licht ins Dunkle bringen und dir verdeutlichen, was hinter all den Harnwegsinfekten so steckt. Wenn du Blasenentzündungen auf Dauer ein Ende setzen möchtest, ist unserer Meinung nach das Wichtigste: die umfassende Diagnostik. Denn irgendetwas zu therapieren, ohne die genaue Ursache dahinter zu verstehen, kann vielleicht kurzfristig helfen, aber bekämpft nun mal nicht den eigentlichen Auslöser.

Aus diesem Grund empfehlen wir dir bei rezidivierenden Blasenbeschwerden unseren Blasentest von FEMNA, um im ersten Schritt ein genaues Bild darüber zu bekommen, was deiner Blase zu schaffen macht. Im zweiten Schritt können wir dir dann auf Basis der diagnostischen Erkenntnisse eine individuell auf dich angepasste Behandlungsmethode empfehlen, damit du dich langfristig von Blasenentzündungen verabschieden kannst.

Bei Fragen kannst du dich jederzeit an eine unserer Beraterinnen wenden!

Schluss mit Blasenentzündungen!
(www.fem.com)

Quellen

  1. https://www.mikrooek.de/labordiagnostik/fuer-aerzte-und-therapeuten/neues-aus-dem-labor/cystitischeck/online-seminar-cystitischeck/
  2. https://www.rosenfluh.ch/media/gynaekologie/2019/04/Das-urogenitale-Mikrobiom.pdf
  3. https://medonline.at/10024245/2019/mikrobiom-der-blase/
  4. Sigrid Tapken, Rainer Schmidt: Ausweg aus dem chronischen Harnwegsinfekt mit Autovaccinen (2010, OM&Ernährung)
  5. https://www.swr.de/odysso/die-koerpereigene-apotheke-mit-colibakterien-gegen-blasenentzuendung/-/id=1046894/did=19328472/nid=1046894/p9k3tf/index.html
  6. https://www.praxisvita.de/blasenentzuendung-nach-sex-ursachen-und-tipps-19358.html

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