Dyspareunie – wenn Sex weh tut!

Ist die Rede von Sex, wird oft zuerst an Entspannung gedacht. An einen wunderschönen Weg, um abzuschalten und sich fallen lassen zu können. Doch für manche Frauen ist er das komplette Gegenteil: schmerzhaft und belastend. Im Fachjargon wird dies Dyspareunie genannt.

Wenn dir das bekannt vorkommt, solltest du dich jedoch nicht allein fühlen: britische Forscher:innen haben herausgefunden, dass fast jede zehnte Frau unter Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs leidet. Ein Viertel davon sogar immer oder sehr oft.1

Was du unter Dyspareunie verstehen kannst, welche Ursachen es hierfür geben kann und vor allem was du selbst dafür tun kannst, erfährst du in unserem heutigen Artikel. 

Dyspareunie – Was ist das?

Der Begriff „Dyspareunie“ stammt aus dem Griechischen und lässt sich von den Worten „dys“ für „Fehl-“ und von „pareunos“ für „Begattung“ ableiten. In der Medizin wird er als sexuelle Funktionsstörung betrachtet, die mit Schmerzen jeglicher Form beim Geschlechtsverkehr einhergeht. Interessanterweise kann das nicht nur uns Frauen, sondern auch Männer betreffen. 

Das Verspüren der Schmerzen kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Die einen empfinden ein Brennen, Stechen oder Ziehen, während die anderen von einem diffus drückenden oder krampfartigen Schmerz berichten. Auch von Juckreiz kann die Rede sein. Manche verspüren nur einen äußerlichen Schmerz, der den Scheideneingang und das äußere Genital betrifft – anderen wiederrum tut vor allem die sehr tiefe Penetration weh. 

Auch der Schmerzzeitpunkt kann sehr verschieden sein. So kann einerseits der gesamte Geschlechtsverkehr schmerzhaft sein oder andererseits nur bestimmte Momente ein unangenehmes Gefühl herbeiführen. Zum Beispiel nur das Eindringen in die Scheide oder erst der Orgasmus an sich.

Worin sich jedoch alle Erscheinungsarten der Dyspareunie ähneln: Der Leidensdruck, der damit einhergeht. In den meisten Fällen bleibt dadurch der Orgasmus für uns Frauen aus. Das Schöne am Sex geht verloren und die Angst vor dem Schmerz wird größer. Wie du damit richtig umgehst und vor allem, wieso du die Dyspareunie nicht unbedingt als Störung sehen solltest, erklären wir dir hier. 

Mögliche Schmerz-Ursachen

Die Liste der Ursachen für Dyspareunie ist lang und vielseitig und lässt sich wie folgt unterteilen:

Körperliche und organische Ursachen

  • Infektionen und Geschlechtskrankheiten 

Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze nehmen einen großen Teil in der Liste möglicher Ursachen ein. Allen voran der allseits bekannte Harnwegsinfekt. Aber auch andere Infektionen, wie beispielsweise Scheidenentzündungen, Eileiter- oder Eierstockentzündungen können ursächlich sein. Wenn dich insbesondere dieses Feld anspricht, schau doch mal bei unserem Test & Beratung für die vaginale Gesundheit vorbei!

  • Scheidentrockenheit

Scheidentrockenheit kann häufig im Rahmen einer vaginalen Atrophie, das heißt eines Geweberückgangs der Vaginalschleimhaut, auftreten. Diese kann bedingt sein durch hormonelle Veränderungen, genauer durch einen Östrogenmangel. Der Östrogenspiegel sinkt zum Beispiel natürlicherweise nach der Menopause (Wechseljahren) ab. Aber auch Frauen, die die Pille nehmen, berichten häufiger von Scheidentrockenheit. Sie werden weniger und auch langsamer feucht, wodurch das Eindringen des Penis unangenehm sein kann. Es kommt zu Irritationen und eventuell auch Rötungen durch eine unangenehme mechanische Reibung, wenn der feuchte Gleitfilm fehlt. Hier kann Gleitmittel auf Wasser- oder Fettbasis helfen.

Bei einer Endometriose finden sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut nicht nur in der Gebärmutter selbst, sondern auch beispielsweise in der Vagina, in den Eierstöcken oder auch in anderen Strukturen des Beckens. Diese Zellverbände können auch zu Verwachsungen, Entzündungen oder Zysten führen und mit krampfartigen Schmerzen beim Sex, aber auch unabhängig vom Sex einhergehen.

  • Narben

Narben nach operativen Eingriffen im Genitalbereich oder nach einer Geburt, beispielsweise bei Dammriss oder -schnitt, können im Nachhinein auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Häufig tritt dieser dann aber nicht dauerhaft auf, sondern nur in bestimmten Positionen und Stellungen, wenn der Penis direkt die empfindliche Haut im Bereich der Narbe berührt.

Psychische Ursachen

Neben den aufgeführten körperlichen Ursachen spielen bei der Dyspareunie häufig vor allem psychische Aspekte eine Rolle. 

Der Schlüssel zum Glück ist und bleibt das eigene Wohlbefinden beim Sex. Ist das nicht gegeben, wird die Lust bei uns Frauen immer kleiner, der Sex unangenehm und zuletzt vielleicht sogar schmerzhaft. Unterschiedlichste Auslöser können dem Traum von erholsamem Sex im Wege stehen: 

  • Zu hohe oder falsche Erwartungen an die Lust (durch uns selbst, aber auch durch unsere Partner:in)
  • Negative Gedanken, Selbstzweifel
  • Gefühle der Scham und des Unwohlseins
  • Verschiedene Ängste (z.B. Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft oder Angst davor, nicht zu kommen)
  • Konflikte mit dem/der PartnerIn
  • Unterschiedliche, auseinandergehende sexuelle Vorlieben zwischen Partner:in und einem selbst

Ebenso kann Stress im Alltag das Stresslevel weiter steigern, wodurch unbewusst Unterleib und Genitalregion angespannt werden und verkrampfen. Die sexuelle Lust erreicht ihren Tiefpunkt. Und die Stresshormone schnellen durch diesen innerlichen Konflikt weiter in die Höhe. Ein Teufelskreis entsteht. 

Aber auch traumatische Erfahrungen und Ereignisse in der Vergangenheit oder psychische Erkrankungen können dazu beitragen, ein Schmerzgedächtnis aufzubauen. Über einen sogenannten „negativen Lerneffekt“ werden unsere Schmerzrezeptoren sensibler und reagieren auch auf den kleinsten Reiz mit einer Schmerzantwort. Die Schmerzschwelle verlagert sich nach unten. Und so können manche Frauen schon Schmerzen bei der kleinsten Berührung empfinden. 

Weitere Ursachen

Ursächlich kann außerdem eine schmerzhafte Reaktion auf bestimmte Inhaltsstoffe von chemischen Verhütungsmitteln, Gleitgelen oder auch Pflegeprodukten für den Intimbereich sein. Tritt ein brennender Schmerz zeitnah zur Anwendung eines dieser Produkte auf, ist ein Zusammenhang wahrscheinlich. Oft hilft dabei der Umstieg auf Gleitmittel auf Wasserbasis oder Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen. 

Dyspareunie und Vaginismus

Googlet man Schmerzen beim Sex, dauert es nicht lang und man stößt auf den Begriff „Vaginismus“. Doch was ist das jetzt wieder?

Betrachtet man Dyspareunie als Oberbegriff für Schmerzen beim Sex, so kann man den Vaginismus als Unterform sehen. Allgemein bezeichnet Vaginismus das unbewusste Verkrampfen und Anspannen der Muskulatur des Beckenbodens. Reflexartig kommt es dadurch auch zum Zusammenziehen der Scheidenmuskulatur im unteren Drittel, also im Bereich des Scheideneingangs. Die Scheide fühlt sich dadurch meist „zu eng“ oder wie verschlossen an. Dieses Phänomen tritt beim Geschlechtsverkehr auf, kann sich aber auch beim einfachen Einführen eines Tampons oder bei der Untersuchung bei der Frauenärztin bemerkbar machen. Jegliches Einführen in die Vagina wird als extrem schmerzhaft wahrgenommen. Neben organischen Ursachen führt auch hierbei oft die Angst vor dem Schmerz reflexartig zu einer überdurchschnittlichen Anspannung der Beckenbodenmuskulatur. 

Ich habe Schmerzen! Und jetzt?

Hast du dich in den oberen Zeilen wiedergefunden und hast mit Schmerzen beim Sex zu kämpfen? Dann fragst du dich sicher, was du jetzt machen sollst. 

Zuallererst ist es wichtig, deine Schmerzen genauer zu beschreiben und sie so besser zu verstehen. Diese Fragen können dir dabei helfen:

  • Wann genau treten die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf? (Immer? Nur beim Eindringen? Nur bei tiefer Penetration? Nur in einer bestimmten Position?)
  • Ist jeder Sex schmerzhaft oder nur ab und zu?
  • Treten die Schmerzen auch auf wenn Du masturbierst oder nur bei Sex mit einem/einer Partner:in?
  • Seit wann hast du Schmerzen? (Schon immer? Seit ein paar Jahren/Monaten/Wochen?)
  • Gab es einen bestimmten Auslöser? (ein neues Gleitgel oder ein emotionaler Auslöser?) 
  • Wie ist der Charakter des Schmerzes? (Ziehen, Brennen, Stechen, dumpf, krampfartig?)
  • Wie groß ist deine Lust auf Sex?
  • Sagst Du beim Sex immer, wenn es Dir zu schnell geht oder Dir etwas unangenehm ist, damit dein/deine Partner:in darauf Rücksicht nehmen kann?
  • Machst du dir Gedanken über etwas?
  • Hast du unabhängig vom Sex andere Veränderungen oder Beschwerden bemerkt? 

Vielleicht hast du mithilfe dieser Fragen schon selbst eine Idee, was der Auslöser deiner Schmerzen sein könnte. Sicher hast du auch schon selbst oder mit deinem/deiner Partner:in versucht, die Schmerzen zu lindern. In Punkt 5 geben wir dir weitere Tipps, wie du deinen Sex vielleicht schon bald wieder genießen kannst.

Treten die Schmerzen aber immer auf, belasten sie dich extrem oder du hast noch keine Lösung gefunden, dann ist auf jeden Fall ein Besuch bei deinem /deiner Frauenärzt:in ratsam. Hier wird die Liste möglicher körperlicher Ursachen abgearbeitet und nach einem Auslöser gesucht. So kann dein/e Gynäkolog:in Infektionsabstriche machen, um nach Bakterien, Viren oder Pilzen zu suchen, die ursächlich für deine Beschwerden sein können. Außerdem kann mithilfe eines Wattestäbchen und leichtem Druck auf deinen äußerlichen Genitalbereich der Ort mit den meisten Schmerzen gefunden werden. Eventuell deckt sich dieser mit einer Narbe oder einer kleinen Hautverletzung, die dann beim Sex zu Schmerzen führt. Auch im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung können mögliche organische Ursachen ausgeschlossen werden. Wird bei deinem/deiner Frauenärzt:in eine Ursache gefunden, so ist er/sie auch die beste Ansprechpartner:in diese zu beheben. 

Vielleicht hast du dir aber auch schon ärztliche Hilfe geholt und auch dort konnte kein Grund für deine Schmerzen gefunden werden. Das kann frustrierend sein. Und du stehst wieder ganz am Anfang. Doch sieh es auch von einer anderen Seite: eine Krankheit ist nicht die Ursache für deine Schmerzen und deine Organe sind gesund! Also sei erst einmal beruhigt. 

Natürlich geht die Ursachensuche weiter und die Psyche und deine mentale Gesundheit rücken weiter ins Blickfeld. Du kennst dich selbst am besten. Also gehe noch einmal in dich: Kannst du dir irgendeinen Grund erklären, der sich dir und einer lustvollen Sexualität in den Weg stellt?

Frage dich zum Beispiel: Ist erst der Schmerz der Auslöser dafür, dass ich keine Lust mehr auf Sex habe und dadurch meine gesamte Sexualität darunter leidet? Oder habe ich generell z.B. durch zyklusabhängige Hormonschwankungen weniger sexuelle Lust, werde dadurch nicht richtig feucht und der Sex tut mir deshalb weh?

Letzteres solltest du positiv sehen, weil du sicher auch weißt, dass es Phasen gibt, in denen du wieder mehr Spaß am Sexleben hast. Im weiblichen Zyklus ist das Auf und Ab unserer Lust völlig normal! Wie du deine Lust in 5 Schritten natürlich steigern kannst, findest du hier. Und auch wenn du dich in der ersten Aussage wiederfindest: Du kannst beruhigt sein! Es geht vielen Frauen so. Und mindestens genauso viele Tipps und Lösungsansätze gibt es, um bald wieder mehr Freude am Sex zu haben!

Da wären wir bei Punkt 5:

Was kann ich selbst gegen meine Schmerzen tun?

Wir haben dir hier eine kleine to-do-list erarbeitet, die dich auf dem Weg zurück ins erfüllte Sexleben begleiten soll:

Kommunikation

Das Wichtigste von allen und auch der allererste Schritt auf deiner Reise ist die Kommunikation. Verstecke dich nicht und spreche deine Sorgen laut aus. Als erstes für dich selbst. Du musst dich nicht schämen! Wie du oben gelesen hast, haben mehr Frauen als du denkst ebenso Schmerzen beim Sex. Und Freund:innen sind hierbei auch immer gute Ansprechpartner:innen. Mache nicht alles mit dir selbst aus, sondern teile deine Sorgen.

Solltest du eine:n festen Partner:in haben, ist es auch extrem wichtig, mit ihm/ihr über die Situation zu sprechen. Und habe auch hier keine Angst. Auf keinen Fall solltest Du versuchen, beim Sex Schmerzen auszuhalten, nur um deinem/deiner Partner:in ein erfülltes Sexleben zu schenken. Oder versuchen, damit deine Beziehung aufrechtzuerhalten.  

Gibt es Dinge, die dir im Bett keinen Spaß machen oder dir sogar unangenehm sind?  Oder was tut dir gut und gefällt dir besonders? Nenne das Kind beim Namen. Und so könnt ihr auch gemeinsam an eurer Sexualität arbeiten. Möglicherweise werden die Schmerzen ja auch schon besser, wenn einige Stellungen verändert oder weggelassen werden. Oder lasst Euch einfach viel mehr Zeit beim Sex. Fokussiert Euch nicht so sehr auf die eventuelle Penetration und den Orgasmus. So hast Du mehr Zeit, dich zu entspannen. Sprecht darüber und probiert es aus. 

Selbstliebe

Selbstliebe ist ein weit gefasster Begriff. Er beginnt damit, achtsamer mit sich selbst umzugehen. Nimm dir mindestens einmal am Tag Zeit nur für dich selbst. Tue Dinge, die dich glücklich machen oder gehe raus in die Natur und an die frische Luft. Es wird dir helfen, zu entschleunigen und dein Stresslevel zu senken. Denn Stresshormone (wie Cortisol, Adrenalin,…) lassen deinen Körper in den Fluchtmodus übergehen – die Muskulatur wird angespannt und so auch dein Beckenboden. Erst wenn der Spiegel dieser Hormone sinkt, geht dein Körper in den Ruhemodus über. Dann ist er voll und ganz bereit für Erholung und Entspannung. Und natürlich auch für Sex. 

Häufig steht man sich selbst auch einfach im Weg. Man fühlt sich nicht wohl im eigenen Körper und findet sich unsexy. Diese Gedanken bleiben oft auch während des Sex bestehen und zerstören die Stimmung. Versuche auch hier, an dir selbst zu arbeiten und lerne dich selbst lieben. Hier können auch verschiedene Achtsamkeits- und Meditationsübungen helfen. Sei selbstbewusst und stolz auf dich selbst. 

Zur Selbstliebe gehört auch die Selbsterkundung. Lerne dich selbst besser kennen und teste auch aus, was dir guttut oder welche Berührungen deine Schmerzen auslösen oder verstärken. Einigen Frauen, besonders mit Vaginismus, hilft das sogenannte Vaginaltraining. Mit Hilfe von Sextoys, wie beispielsweise Vibratoren, sollen eigene Erfahrungen in einem sicheren, ungestörten Umfeld gesammelt werden. Dabei geht es nicht allein um Selbstbefriedigung, sondern vor allem um das Kennenlernen des eigenen weiblichen Körpers. Das erleichtert dann auch den Sex zu zweit und macht ihn erfüllender.

Ein weiteres Hilfsmittel, das du dir zunutze machen kannst, ist das Yoni-Ei. Ein aktueller Trend greift dabei eine Methode des Beckenboden- und Liebestrainings von vor 5000 Jahren auf. Die Yoni-Eier stellen eine natürliche Alternative zu Liebeskugeln dar. Sie sind aus Edelstein, wie Rosenquarz, Opalit oder Obsidian gefertigt, und in verschiedene Größen erhältlich. Damit kannst du deinen Beckenboden trainieren, aber auch dein Lustempfinden verstärken. Egal, wie und wann du sie verwendest – sie steigern die Verbundenheit zu deinem eigenen Körper und können dir helfen, deine Weiblichkeit neu zu entdecken. Sei offen für Neues. 

Selbsterkundung bei Dyspareunie

Bewegung

Bewegung ist das A und O für einen gesunden Lebensstil und für deine mentale Stärke. Sie kann dazu beitragen, dass du dich im eigenen Körper wohler fühlst und dich entspannst. 2-3 mal 30min leichter Sport pro Woche sind dabei empfohlen. Ob du in der Natur joggen gehst oder beim Yoga zu dir findest, du hast die Wahl. Finde das Richtige für dich!

Speziell beim Thema Dyspareunie kann vor allem Beckenbodentraining zielführend sein. Denn manche Frauen haben einen hypertonen Beckenboden. Das heißt, er ist generell angespannter als er sollte. Er ist ständig damit beschäftigt, zusammenzukrampfen. Wie als würdest du den ganzen Tag eine Kraftübung ausüben. Am nächsten Tag macht sich meist der Muskelkater bemerkbar. Deinem Beckenboden geht es nicht anders. Hilf ihm also dabei, sich zu entspannen. Allein oder vielleicht auch in einem Kurs mit erfahrenen Physiotherapeuten:innen. 

Arbeiten mit Profis

All die Schritte bis hierher sind Dinge, an denen du selbst und mit deinen Liebsten arbeiten kannst. Wie anfangs beschrieben, ist Dyspareunie nicht gleich Dyspareunie. Das Schmerzbild kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und daher variiert auch von Frau zu Frau der Weg zur Besserung. Bei einigen können all diese Dinge schon ausreichen, um schmerzfrei zu werden. Bei anderen wiederum bleibt der Schmerz weiter bestehen. An dieser Stelle ist es wichtig, auch den Mut zu haben, sich professionelle Hilfe zu holen. Es ist keine Schwäche, sich an erfahrene Therapeuten:innen zu wenden. Sondern zeigt große Stärke! Nicht umsonst, haben sie sich in diesem Bereich weitergebildet und helfen Tag für Tag Frauen, denen es ähnlich geht. Der Weg zu einem/einer Sexualtherapeuten:in ist sicher kein leichter, aber er wird sich lohnen. Diese Profis haben ein spezielles Verständnis für deine Sorgen und können dir mit vielen verschiedenen Übungen und Gesprächen zur Seite stehen. Trau dich!

Warum du die Dyspareunie nicht als Störung sehen solltest

Was wir dir zu guter Letzt noch mit auf den Weg geben wollen: Sieh die Dyspareunie nicht als Störung! Auch wenn sie in der Medizin so definiert wird, entscheidest du, was du aus ihr machst.  Interessanterweise haben viele Frauen mit der Diagnose „Vaginismus“ trotzdem eine erfüllte Sexualität. Und sind nicht der Meinung, dass dadurch ihre Sexualität gestört ist. 2 Denn Sexualität ist so viel mehr als nur penetrierender Geschlechtsverkehr. Lerne deine vielen anderen erogenen Zonen kennen und vielleicht helfen sie dir auf dem Weg zum erfüllenden Sex. 

Erst wenn du die Schmerzen als Teil von dir akzeptierst, kannst du etwas dagegen tun. Es muss dir nicht peinlich sein. Es ist ein Problem, das auch andere Frauen haben. Aber du musst die Schmerzen auch nicht einfach hinnehmen und aushalten. Du hast es selbst in der Hand, daran zu arbeiten oder dir Unterstützung zu holen. Auch wenn es vielleicht ein langer Weg ist, am Ball zu bleiben wird sich lohnen. 

Und so wirst du auf lange Sicht gesehen auch wieder Sex als Entspannung wahrnehmen können. Als wunderschönen Weg, um abzuschalten, loszulassen und dich fallen zu lassen. Einfach weil du es verdient hast. 

Quellen

1 Mitchell et al: Painful sex (dyspareunia) in women: prevalence and associated factors in a British population probability survey (2017) in British Journal of Obstetrics and Gynaecology

2 Sandra Gathmann in „Vaginismus: Was tun gegen Schmerzen beim Sex?“ https://www.youtube.com/watch?v=zQMCvEarrZQ

https://www.caposano.de/news/dyspareunie-vaginismus-vulvodynie

https://www.vaginismus-selbsthilfe.de/dyspareunie/

https://www.paradisi.de/sexualitaet/schmerzen-beim-sex/

https://de.wikipedia.org/wiki/Dyspareunie

https://www.vaginismus-selbsthilfe.de/

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