5 natürliche Wege, um deinen Hormonhaushalt zu unterstützen

Du kannst deinen Hormone zum Beispiel gesunde Ernährung, Bewegung, viel Schlaf beeinflussen.

Ein funktionierender Hormonhaushalt ist wichtig. Klar, denn Chaos bei deinen Hormonen kann zu vielfältigen Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Bluthochdruck, Haarausfall, Übergewicht oder Regelbeschwerden und sogar Unfruchtbarkeit führen. Natürlich ist nicht alles, was uns täglich, monatlich oder jährlich plagt auf einen gestörten Hormonhaushalt zurückzuführen. Jedoch denken wir bei chronischen Beschwerden leider viel zu selten an hormonell bedingte Beschwerden. 


Was sind überhaupt Hormone? 

Hormone sind quasi die Kuriere in deinem Körper. Als chemische Botenstoffe geben sie Informationen und Anweisungen an deine Zellen und Organe. Dabei sind sie wahre Künstler im Multitasking. Sie regeln dein Hungergefühl, fördern deinen Schlaf, regulieren deinen Zyklus, lösen deinen Eisprung aus und und und. 

Es gibt 6 besonders wichtige Hormone für Frauen.  


Synthetische und bioidentische Hormone 

Tatsächlich wissen Ärzte und Wissenschaftler erst seit Anfang der 1980er Jahren – also noch gar nicht lange – um die wichtigen Zusammenhänge von Hormonen und Krankheiten. 

Da verwundert es nicht, dass bis heute häufig zu synthetischen Hormonen gegriffen wird. Diese bringen häufig zunächst eine Verbesserung der Beschwerden (Beispiel Antibabypille). Allerdings haben sie eine deinem Körper fremde Struktur und stören dadurch das natürliche Gleichgewicht. Die eigene Hormonproduktion wird nach neuesten Erkenntnissen komplett unterbrochen. Dies kann langfristig zu Beschwerden und Erkrankungen führen.

Synthetische Hormone können also zu einem regelrechten Produktionsstopp in deinem Körper führen. Du kennst das vielleicht, wenn du die Anti-Baby-Pille eingenommen hast und abgesetzt hast. Dein Körper benötigt danach häufig mehrere Monate, um den normalen Zyklus und somit eine eigenständige Hormonausschüttung zu regulieren. 

Daneben stehen die bioidentischen Hormone, die deinen körpereigenen Hormonen gleichen und wie sie verstoffwechselt werden. Ausgangsstoff dafür sind meist die Yamswurzel und Sojabohnen. Das darin enthaltene Diosgenin, eine Vorstufe des Progesterons, benötigt dein Körper, um wichtige Hormone bilden zu können. 

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Erste Hilfe für deinen Hormonhaushalt 

Was kannst du schnell und unkompliziert machen, um einem Ungleichgewicht deiner Hormone vorzubeugen? Es gibt eine Menge Möglichkeiten, von denen wir dir heute 5 Wege vorstellen möchten.

1) Vitalität durch die Ernährung – so geht’s! 

Mit diesen einfachen Tricks kannst du deinen Hormonen etwas Gutes tun. Kaufe wenn möglich Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft, denn die enthalten weniger Giftstoffe wie zum Beispiel Pestizide. Obst und Gemüse müssen “duften” und dürfen keine klebrige Oberfläche aufweisen. Natürlich solltest du sie dennoch immer gut abwaschen. 

Es ist keine Überraschung, Fertigprodukte haben deutlich weniger Vitalstoffe und geben deinem Körper langfristig gesehen weniger Energie und Nährstoffe. Häufig befinden sich die Schadstoffe hier bereits in der Verpackung (Weichmacher etc.). 

Am besten für dich und deinen Körper ist eine ausgewogene Ernährung, die viele Vitalstoffe und gesunde Fette sowie Ballaststoffe enthält. Omega-3-Säuren können Hormone effektiv durch den Körper schicken (Walnüsse, Fisch, Eier). Ballaststoffe binden verbrauchtes Östrogen und leiten es aus (Vollkorn, rohes Obst und Gemüse). 

Hülsenfrüchte, frisches Gemüse und Co sind echte Alleskönner wenn es um Vitalstoffe geht.

Nikotin, Kaffee und Alkohol solltest du meiden, da diese Stoffe Stresshormone wie Cortisol produzieren und Stimmungsschwankungen begünstigen. 

Ein echter Geheimtipp ist Kokosöl. Es gilt als natürliches Hausmittel gegen Hormonungleichgewicht. Darin enthaltenen sind mittelkettige Fettsäuren, die wiederum eine gesunde Schilddrüsenfunktion fördern. Daneben ist Kokosöl ein echter Alleskönner, es stabilisiert deinen Blutzucker, stärkt dein Immunsystem, beschleunigt deinen Stoffwechsel und fördert damit die Gewichtsreduktion. Du kannst es als Hautschmeichler auch super in Cremes und Lotions mischen. 


2) Bewegung bewegt – auch deine Hormone! 

Ja es stimmt, Sport macht glücklich!
Kleinere und größere Stimmungsschwankungen werden ausgemerzt. Das hängt damit zusammen, dass sie häufig durch ein Übermaß an weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogen) ausgelöst werden. Dein Körper stößt durch die Bewegung das Hormon Serotonin aus – und das verdrängt die schlechten Stimmungsmacher einfach. 

Vielleicht triffst du dich mit deiner Freundin demnächst statt zum Kaffee zu einer Yoga- Session oder stellst dir eine Mini-Trampolin in dein Zimmer?
Schon kleine Veränderungen in deinem Alltag helfen deinen Hormonhaushalt in Schwung zu bringen.

Bereits 30 Minuten am Tag leichte Bewegung bringen deinen Stoffwechsel in Schwung!

3) Gifte vermeiden – Störenfriede mit großer Wirkung! 

Ja, du hast richtig gelesen: Gifte, zum Beispiel in vielen Kunststoffen enthalten, können deinen Hormonhaushalt durcheinander bringen.
Ein Stoff, der ursprünglich für die Pille gesucht wurde, ist Bisphenol A. Er hat eine schwache Östrogenwirkung. Für die Forscher war er in Bezug auf die Pille uninteressant. Dafür ist dieser Stoff die Ausgangssubstanz für viele Kunststoffe. Über die Verpackung von Nahrungsmitteln gelangt er in die Nahrung und schließlich in deinen Körper. Dort verhält er sich wie dein körpereigenes Östrogen und – du ahnst es schon – kann zu einem Überschuss an diesem Hormon, einer Östrogendominanz führen. 

Kaufe also möglichst viele frische, unverpackte Nahrungsmittel und fülle dein tägliches Wasser in eine Glasflasche.

Neue Textilien solltest du vor dem ersten Tragen waschen, da auch sie viele Schadstoffe durch den Herstellungsprozess enthalten können. Vertraue deiner Nase! Produkte, die stark riechen, enthalten häufig ausgasende Giftstoffe. 

Unverpackte Lebensmittel helfen nicht nur der Umwelt sondern auch deinem Körper! FEMNA zeigt dir, was du sonst noch für deinen Körper tun kannst.

4) Mach mal Pause! 

Pausen sind wichtig. Das wissen wir wohl alle. Sie tatsächlich in deinen Tagesablauf einzubauen fällt vielleicht machmal schwer. 

Stress führt zu einer Überproduktion von Cortisol. Die Nebennieren laufen auf Hochtouren und die Produktion von anderen, wichtigen Hormonen steht hintenan. 

Ausreichend Schlaf hilft dir, deine Melatoninproduktion zu regulieren. Melatonin ist ein Hormon, dass deinen Tag-Nacht-Rhythmus steuert. War dein Tag sehr stressig? Dann nimm dir vor dem Schlafen gehen Zeit, dir alles was in deinem Kopf herumschwirrt, aufzuschreiben. Kleiner Tipp: Formuliere im Anschluss alles, was nicht so gut lief, ins Positive. Stelle dir die Frage: „Wie hätte es laufen können, damit ich glücklich bin?“ Außerdem hilfreich: erstelle eine To-do-Liste für deinen nächsten Tag, damit du dir über diese Dinge keine Gedanken mehr machen musst und schöne Träume hast! 

Ausreichend Schlaf ist wichtig für dein Immunsystem und damit deine körperliche und geistige Belastbarkeit.

5) Teemischungen, Kräuter & Co 

Bei vielen Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden, PMS oder Östrogen-Dominanz wird Frauenmantel auch Alchemilla vulgaris genannt, eingesetzt. Ursprünglich kommt der Gemeine oder gelb-grüne Frauenmantel aus Osteuropa und Asien. Mittlerweile ist er auch bei uns heimisch und vielfach wild zu finden. Die zarte Pflanze hat eine ganz besondere Eigenschaft, er schwitzt kristallklares Wasser aus den Spitzen seiner Blattzähnchen, welches sich in der Mitte der hübschen Mantelblätter zu einem großen Tropfen sammelt.

Du kannst die Blätter, Triebe und Blüten verwenden. Alternativ wird er auch in vielen Teemischungen für Frauen angeboten.

Teemischungen sollten möglichst in Bio-Qualität gekauft werden, da sich sonst auch dort viele Giftstoffe verstecken können.

Quellen

Chevallier, Andrew. Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen. Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2017.

Heepen, Günther H. Hormone natürlich regulieren.GU Verlag, 2019.
Fornoff, Bettina. Hormone in Balance. Leitfaden für Frauen. Lotte-Verlag, 2016. 

Kirkpatrick, Johnstone. Heilende Hormone. Hormonfreundliche Ernährung und naturheilkundlicher Rat für einen harmonischen Zyklus. Südwest, 2019.