Was dir dein Ausfluss über deine vaginale Gesundheit verraten kann

Vaginaler Ausfluss ist das Normalste auf der Welt! Doch viele von uns Frauen schämen sich, darüber zu sprechen und glauben, Ausfluss sei etwas Krankhaftes. Eine Umfrage mit über 3000 unserer Instagram-Followerinnen ergab, dass sich ganze 50 % wegen ihres Ausflusses schämen.1 Höchste Zeit für uns, mit diesen Gedanken aufzuräumen und euch eure neue Super Cleansing Power vorzustellen!

Wir von FEMNA wollen dir in diesem Artikel zeigen, wie wichtig Ausfluss für unsere vaginale Gesundheit ist und welche unterschiedlichen Ausfluss-Arten es gibt. Im Anschluss erhältst du einige Tipps und Tricks, wie du dein vaginales Milieu ins Gleichgewicht bringen und deinen Ausfluss positiv beeinflussen kannst.

Ausfluss

Wieso haben wir Ausfluss?

Es gibt viele verschiedene Bezeichnungen für vaginalen Ausfluss, da kann man leicht den Überblick verlieren. Manche Quellen geben an, von Ausfluss kann erst die Rede sein, wenn es zu einer Veränderung des „normalen“ vaginalen Sekrets in Geruch, Farbe oder Konsistenz gekommen ist. Also erst, wenn beispielsweise ein Infekt vorliegt, der für gelb-grünlichen Ausfluss sorgt.

Wenn man beim Fachjargon bleibt, wird deshalb vom sogenannten Fluor vaginalis, genitalis oder albus (Weißfluss) gesprochen – gemeint ist das „normale“ vaginale Sekret – während sich aber umgangssprachlich tatsächlich der Begriff Ausfluss durchgesetzt hat. Ausfluss ist somit mittlerweile als Synonym für den alltäglich vorhandenen Zervixschleim geprägt.

Doch egal wie man ihn nennt: Ausfluss ist normal! Und vor allem super, super wichtig für unsere vaginale Gesundheit! Er ist sozusagen unsere Super Cleansing Power und schützt unsere Vagina vor Infektionen.

Denn über unseren Ausfluss werden einerseits abgeschilferte Zellen und überschüssiger Schleim aus Gebärmutter und Vagina abtransportiert. Andererseits enthält unser Weißfluss eine Menge Milchsäurebakterien, die sogenannten Laktobazillen. Diese sind die Hauptakteure, um unsere vaginale Flora aufrechtzuerhalten. Sie bilden aus Zellresten und Stärkevorräten unserer vaginalen Schleimhaut Milchsäure, um den pH-Wert unseres vaginalen Milieus im sauren Bereich zu halten. Dadurch können Eindringlinge wie Bakterien oder Pilze schlechter eindringen oder sich vermehren. Du siehst: Unser Ausfluss ist ein wichtiges Schutzschild! Ohne Ausfluss könnten Krankheitserreger einfach durchmarschieren und in unseren Geschlechtsorganen großen Schaden anrichten.

Eine weitere Superkraft unseres Zervixschleims, die häufig vergessen wird, ist sein Beitrag zur weiblichen Fruchtbarkeit! Da er sich in Abhängigkeit von unserem Zyklus in seiner Konsistenz verändert, wird durch ihn bestimmt, wann Spermien in Richtung Gebärmutter durchgelassen werden und wann nicht. Dadurch wird also verhindert, dass Spermien zu einem Zeitpunkt eindringen, in dem unser weiblicher Körper noch gar nicht auf eine Schwangerschaft vorbereitet ist. Mehr dazu erfährst du weiter unten!

Wie sieht gesunder Ausfluss aus?

Nachdem du jetzt weißt, wie wichtig unser Ausfluss für unsere vaginale Flora ist, stellst du dir sicher die Frage, wie gesunder Ausfluss aussieht.

Wie der Name Weißfluss bereits sagt, ist gesunder Ausfluss ein normalerweise geruchloses, milchig-weißes Sekret, das unsere Vagina feucht und sauber hält.

Wie stark der Ausfluss ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich und hängt auch stark vorm Zeitpunkt des Zyklus ab! Denn unser vaginaler Fluor ist hormongesteuert: Unser Körper produziert mehr davon, wenn der Östrogeneinfluss steigt. Unsere Östrogenspiegel sind besonders in der Mitte des Zyklus und kurz vor Einsetzen der Periode erhöht, sodass es ganz normal ist, dass in dieser Zeit auch die Menge unseres Ausflusses steigt.3 Wie genau sich die Konsistenz unseres Zervixschleims im Verlauf des Zyklus verändert, erfährst du weiter unten.

Auch eine Schwangerschaft beeinflusst, wie sich unser Ausfluss präsentiert. Gerade in der Frühschwangerschaft muss sich unser Körper zunächst auf die neue hormonelle Situation einstellen, wodurch die Ausflussmenge ansteigen kann. Denn auch in dieser Zeit ist der Östrogenspiegel besonders erhöht, sodass unsere Vagina besser durchblutet wird, die Drüsen aktiver werden und so mehr Ausfluss produziert wird. Dadurch kann vermehrter Ausfluss auch eines der ersten Anzeichen sein, dass du schwanger bist. Generell solltest du dich also nicht sorgen, wenn sich die Stärke deines Weißflusses in der Schwangerschaft vermehrt! Im Gegenteil: Unser Ausfluss stellt eine Barriere für Infektionen dar und bietet somit Schutz für das ungeborene Baby.

Wie verändert sich unser Ausfluss im Zyklus?

Wir haben es bereits mehrmals angeschnitten: Konsistenz und Menge unseres Ausflusses variieren je nach Zeitpunkt in unserem Zyklus. Und die Ursache dafür finden wir – wie so oft – in unseren Hormonen!

Besonders Östrogen und Progesteron spielen dabei eine wichtige Rolle. Du kannst dir merken, dass Östrogen eher schleimproduzierend wirkt, während Progesteron mit einer Abnahme des Zervixschleims in Verbindung gebracht wird. Und das macht auch Sinn, denn – wie oben erwähnt – hängt unsere Fruchtbarkeit auch von der Konsistenz und Beschaffenheit des Zervixschleims ab. 6

Ausfluss während unseres Zyklus

Zu Beginn unseres Zyklus haben wir eher eine trockenere Vagina, da die Drüsen des Gebärmutterhalses nur wenig Schleim produzieren. Unser Ausfluss ist eher zäh und dickflüssig. Zu diesem Zeitpunkt ist also unser Östrogenspiegel niedrig. Im Verlauf der ersten Zyklushälfte nimmt aber der Einfluss des Östrogens zu, sodass auch die Schleimproduktion angekurbelt wird. Du merkst das an deinem Ausfluss: Er ist klar, elastisch und glasig. Weil ungefähr zum Zeitpunkt unseres Eisprungs der Östrogenspiegel sein Maximum erreicht, ist er in dieser Zeit besonders wässrig und spinnbar. Spinnbar bedeutet, er lässt sich zwischen Daumen und Zeigefinger zu Fäden spinnen, wie du es auf dem Bild rechts sehen kannst. Und das unterstützt wiederum unsere Fruchtbarkeit: Spermien können in dünnflüssigem Ausfluss besonders gut transportiert werden und erreichen so schneller die Eizelle. Auch konnte nachgewiesen werden, dass in dieser Zeit der Zervixschleim die Lebensdauer der Spermien erhöht, um die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu vergrößern.2 Das kann auch anhand der Schwankungen im pH-Wert erklärt werden: In unseren fruchtbaren Tagen ist der pH-Wert unseres Zervixschleims basischer, während er in den unfruchtbaren Tagen sauer ist. Da die Spermien basische Bestandteile haben, sterben sie so im sauren Milieu leichter ab. 6

In der zweiten Zyklushälfte steigt der Einfluss des sogenannten Schwangerschaftshormons Progesteron. Dadurch wird der Zervixschleim wieder klumpiger und weniger und für Spermien unpassierbar. Meist bildet der Schleim dadurch eine Art Pfropfen, der sich am Eingang der Gebärmutter anlagert und so das Eindringen von Keimen verhindert.

Anhand dieser Beobachtungen wurde die sogenannte Billingsmethode zur Verhütung entwickelt. Dabei werden durch die Beurteilung der Konsistenz, Menge, Farbe und Beschaffenheit des Zervixschleims die fruchtbaren Tage bestimmt. Sie ist damit eine Methode der Natürlichen Familienplanung (NFP). Allerdings wird empfohlen, diese Methode nie allein anzuwenden, sondern mit dem Messen der Basaltemperatur zu kombinieren, da sie sonst zu unsicher ist.

5 Arten von ungesundem Ausfluss

Du hast das Gefühl, dass dein Ausfluss nicht mehr „normal“ aussieht oder einen ungewöhnlichen Geruch hat? Dann kann es möglich sein, dass deine vaginale Flora aus dem Gleichgewicht geraten ist oder eine Erkrankung dahinter steckt. Wenn dir dein Ausfluss Sorgen bereitet, egal ob hinsichtlich Menge, Farbe, Konsistenz oder Geruch, können wir dir raten, das Thema mit deinem Arzt oder deiner Ärztin des Vertrauens zu bereden. Diese:r kann dann weitere Untersuchungen in die Wege leiten, um die genaue Ursache zu finden.

Damit du einen Überblick darüber bekommst, was sich hinter einem „komischen“ Ausfluss verbergen kann, haben wir dir hier die 5 wichtigsten Ausfluss-Arten zusammengefasst:

1. Weißlich bröckliger Ausfluss – Pilzinfektion

Ist dein Ausfluss vermehrt und weiß-bröckelig bzw. körnig, kann das ein Zeichen einer Pilzinfektion sein. Der Geruch ist meist nicht verändert. Häufigstes Symptom kann zusätzlich starker Juckreiz im Genitalbereich sein.

Ausgelöst wird eine Pilzinfektion im Vaginalbereich meist durch den sogenannten Hefepilz Candida albicans. In kleinen Mengen gehört er zur Normalbesiedelung unserer Vagina. Gerät jedoch unsere vaginale Normalflora aus dem Gleichgewicht, kann das dazu führen, dass Candida überwuchern und letztendlich zu einer Infektion führen. Besonders anfällig ist unsere Flora nach Antibiotikabehandlungen, bei häufigem Sex, in der Schwangerschaft, bei einem schlecht eingestellten Diabetes mellitus oder aber generell bei einem schwachen Immunsystem.

2. Grünlich-gelblicher dickflüssiger Ausfluss – Gonorrhö

Die umgangssprachlich auch als „Tripper“ bezeichnete Gonorrhö wird durch sogenannte Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) ausgelöst und zählt zu den STIs, also den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Sie kann bei uns Frauen für verschiedenste Entzündungen im Urogenitaltrakt verantwortlich sein. Ein typisches Anzeichen kann grünlich-gelblicher dickflüssiger Ausfluss sein.

Allerdings ist gerade bei uns Frauen ein symptomloser Verlauf nicht selten, wodurch eine Infektion oft erst zu spät oder gar nicht erkannt wird! Unbehandelte Infektionen können zu schweren Entzündungen an unseren inneren Geschlechtsorganen führen und dadurch auch mit Unfruchtbarkeit verbunden sein.

Sollte der Verdacht einer Gonokokken-Infektion bestehen, ist ein Gang zum Arzt oder zur Ärztin unerlässlich. Bei bestätigtem Verdacht wird dann eine Antibiotika-Behandlung eingeleitet, wobei auch der oder die Sexualpartner:in mitbehandelt wird.

3. Grünlich, schaumiger Ausfluss mit unangenehmen Geruch – Trichomonas-Infektion

Zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland zählt die Trichomonas vaginalis-Infektion. Doch der Großteil Betroffener weiß leider nicht, dass er sich infiziert hat. Gerade bei uns Frauen kann in ca. 50% der Fälle eine Infektion anfangs still, also komplett symptomfrei verlaufen. Nach ca. 5-28 Tagen können unterschiedliche unspezifische Symptome im Urogenitaltrakt hinzukommen. Unter anderem der typische gelb-grünliche, schaumige Ausfluss mit unangenehmen Geruch, aber auch Juckreiz, häufiger Harndrang, Entzündungszeichen an der Vulva oder Unterleibsschmerzen.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eine Trichomonas vaginalis-Infektion zu enttarnen und diese effektiv zu behandeln. Merke: Auch dein:e Partner:in sollte in jedem Fall mittherapiert werden, um den sogenannten Ping-Pong-Effekt zu umgehen. Wende dich bei Verdacht also in jedem Fall an deine Ärztin oder deinen Arzt.

4. Grauer, fischig riechender Ausfluss – bakterielle Vaginose

Ein milchig-grauer Ausfluss mit starkem fischähnlichen Geruch, der besonders dünnflüssig bis sogar wässrig ist, kann durch eine bakterielle Vaginose verursacht werden. Dabei gerät das vaginale Mikrobiom aus dem Gleichgewicht: Es entsteht eine sogenannte Dysbiose, bei der die Anzahl schützender Laktobazillen verringert ist, während krankmachende Bakterien wie Gardnerella vaginalis oder Atopium vaginae über den Grenzwert vermehrt sind.

Oftmals werden Antibiotika therapeutisch eingesetzt, um die krankmachenden Bakterien einzudämmen. Leider ist dieser Behandlungsansatz nicht immer langfristig zielführend, weil zusätzlich auch unsere guten Keime angegriffen werden können. Ein neuer Behandlungsansatz stellt daher die sogenannte Aromatherapie dar, bei welcher zielgerichtet „böse“ Erreger abgetötet werden können, während die Normalflora erhalten werden kann. Auch diesen Ansatz verfolgen wir von FEMNA, erfahre hier mehr dazu.

5. Rosa oder brauner Ausfluss – vielfältige Ursachen

Diese Art von Ausfluss kann vielfältige Ursachen haben. Dafür ist es immer wichtig, den Zeitpunkt im Zyklus im Blick zu behalten, zu dem dieser auftritt. Kurz vor oder nach der Periode ist dieser also nicht besorgniserregend, da es sich einfach noch um Menstruationsblut handeln kann. Auch ein Fremdkörper wie eine Kupferspirale kann zu bräunlichem Ausfluss führen.

Selbst nach dem Sex kann es mal zu einer rosaroten Färbung des Ausflusses, wenn nicht sogar zu einer sogenannten „Kontaktblutung“ kommen. Dies kann während oder nach dem Sex passieren, wenn der Penis den in einer bestimmten Zyklusphase empfindlichen Muttermund berührt hat. Dieser weist nämlich ein interessantes Extra auf: die Transformationszone. Klingt erstmal abgefahren? Hat aber jede von uns. Weil hier eine Epithelform in eine andere übergeht, also das Epithel des vaginalen Zervixanteils in das verletzliche Epithel des inneren Zervixanteils, kann es hier leichter zu der oben beschriebenen Kontaktblutung kommen. Erst recht, wenn sich das empfindlichere Epithel etwas weiter als sonst auf dem äußeren Muttermund ausgebreitet hat. Dann gibt es sogar einen Begriff für das Ganze: Portioektopie. Endlich weißt du, was bei dir los ist? Keine Sorge, das tritt tatsächlich ziemlich häufig auf und ist erstmal nicht bedenklich.

Bereitet dir dein rosaroter oder bräunlicher Ausfluss dennoch Sorgen, solltest du in jedem Fall einen ärztlichen Rat einholen. Infektionen wie STIs oder andere Erkrankungen der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses können dahinter stecken, weshalb du das unbedingt untersuchen lassen solltest.

Wie FEMNA dir helfen kann

Wie du gelesen hast, gibt es verschiedenste Ursachen, die hinter einem „komischen“ Ausfluss stecken können. Und weil unser Ausfluss auch ein Aushängeschild unserer vaginalen Gesundheit sein kann, kann es sich lohnen, bei verändertem Ausfluss unseren Körper einmal gründlich durchzuchecken.

Bei FEMNA gibt es eine Reihe von Tests, die deine weibliche Gesundheit untersuchen und auch beim Thema Ausfluss eine zielführende Rolle spielen können. Wir haben hier ein paar Beispiele für dich:

Vaginalstatus bei ungewöhnlichem Ausfluss

Geht dein Ausfluss beispielsweise eher Richtung gräulich-fischig, lässt sich eine bakterielle Vaginose als Ursache vermuten. Bei bröckelig-weißem Ausfluss kein eine Pilzinfektion dahinter stecken. Bei beiden Ursachen ist es also wichtig, deine vaginale Normalflora einmal zu überprüfen und zu schauen, ob sich deine „guten“ Bakterien – die Polizei deiner Vagina – noch im Gleichgewicht befinden. Mithilfe unseres Vaginalstatus-Test für Zuhause erhältst du ein genaues Profil deiner Vaginalflora. Der Test analysiert deine gesamte Vaginalflora inklusive der Schutzflora, Begleitflora und pathogenen Flora und gibt eine Beurteilung der vaginalen mikrobiologischen Verhältnisse hinsichtlich Bakterien, Pilzen & Parasiten. Im Anschluss daran wird ein sogenanntes Aromatogramm erstellt, welches die Grundlage für eine gezielte Behandlung darstellt. So kann gezielt ein Plan für deine Vaginalgesundheit erstellt werden.

Bei sexuell übertragbaren Erkrankungen kann untypischer, meist gelblicher Ausfluss das erste Anzeichen einer Infektion sein. Bei uns Frauen verlaufen diese jedoch in den meisten Fällen still, das heißt komplett ohne Symptome. Umso gefährlicher können Auswirkungen einer unentdeckten Infektion sein. Nimm gelblichen Ausfluss also nicht auf die leichte Schulter und übernimm Verantwortung für deine sexuelle Gesundheit. FEMNA macht es möglich mit dem Geschlechtskrankheiten-Test für Zuhause. Unser innovativer Test testet die für Frauen wichtigsten Erreger.

Tipps und Tricks für einen gesunden Ausfluss

Abschließend möchten wir dir noch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, die dir helfen können, einen gesunden Ausfluss aufrechtzuerhalten

1 – Verwende Kondome

Kondome zum Schutz vor STIs

Besonders sexuell übertragbare Erkrankungen können deinen Ausfluss negativ verändern. Auch wenn Kondome nicht immer zu 100% vor der Übertragung von STIs schützen, reduzieren sie das Risiko enorm – auch bei Oralverkehr! Bei Cunnilingus sind sogenannte “Dental Dams” – dünne Latextücher – empfohlen.

2 – Die richtige Intimhygiene

Dass wir uns nur von vorn nach hinten abwischen sollen, lernen wir als kleines Kind. Doch dass wir gerade durch eine zu intensive Hygiene viel kaputt machen können, das wissen die wenigsten. Wir erklären dir hier, was du beachten solltest:

Unser Vaginalmilieu ist sauer und mit vielen guten Bakterien besiedelt. Und das soll auch so bleiben! Gerade durch sehr häufiges Waschen und dem Verwenden aggressiver und parfümierter Seifen kannst du viel kaputt machen. Denn viel hilft nicht unbedingt viel! Normale Duschgels sind nämlich auf den pH-Wert deiner Haut ausgerichtet (pH ca. 5,5), doch deine Vagina ist deutlich saurer (pH < 4,5).

Das regelmäßige Waschen und Abspülen mit klarem Wasser genügt schon. Wenn dir das allein nicht ausreicht, um dich richtig frisch zu fühlen, kannst du spezielle Intim-Waschlotions verwenden – diese sind speziell auf den pH-Wert deiner Vagina angepasst. Auf Intim-Deosprays, Puder oder Feuchttücher solltest du konsequent verzichten – sie können dein vaginales Milieu langfristig negativ beeinflussen.

Pflanzenheilkundlicher Tipp: Sitz(dampf)bäder mit Eichenrinde, Brennnessel und Vogelknöterich reduzieren einen starken Weißfluss. Geeignet für Frauen ohne Infektion, die ihren physiologischen Ausfluss als zu viel empfinden. Sprich es sollten keine Beschwerden wie Jucken, Schmerzen oder Rötungen oder sonstige Ausflussveränderungen in Konsistenz, Geruch, Farbe vorliegen.

3 – Take care of your vagina

Sollte es bei dir zu einer hormonellen Dysbalance gekommen sein, kann es vorkommen, dass diese Auswirkungen auf deinen Ausfluss hat. Eine Option wäre es, regelmäßig Milchsäurebakterien zu zu führen, um deine vaginale Gesundheit zu stärken. Auch ein Verzicht auf tierische Produkte kann Wunder wirken! Diese fördern nämlich die Entzündungsbereitschaft im Körper und verändern den pH-Wert ins Basische. Doch wollen wir unserer Flora zuliebe einen sauren pH-Wert von um die 3,8-4,5 vorweisen, sodass sich gegen nicht erwünschte Eindringlinge zur Wehr gesetzt werden kann.

Langfristig sollte jegliche hormonelle Dysbalance ausgeglichen werden. Ob Progesteronmangel oder Östrogendominanz – falls du den Verdacht hast, dass deine Hormone durcheinander geraten sind, scheu dich nicht und komm gern auf uns zu. Über einen Hormontest kannst du Klarheit bekommen.

4 – Gönne dir Pausen!

Wie so oft hat auch die Psyche beim Thema Ausfluss ihre Hände im Spiel.5 Zu viel Stress und seelische Belastung können deinen Ausfluss negativ beeinflussen. Einerseits kann dein vaginales Mikrobiom bei zu viel Stress angegriffen werden, wodurch Keime und Krankheitserreger ein leichteres Spiel haben.4 Andererseits gehen bei einem hohen Stresslevel unsere inneren „Alarmglocken“ an, wodurch vermehrt Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet werden. Das hat zur Folge, dass unser Hormonhaushalt ins Wanken geraten kann. Weil Cortisol beispielsweise aus den gleichen Vorstufen wie Östrogen und Testosteron gebildet wird, ist es möglich, dass unter enormer Stressbelastung die Produktion von Cortisol Vorrang hat. Wie du oben gelernt hast, steht aber unser Ausfluss in direktem Zusammenhang mit unseren Östrogenspiegeln.

Gönne dir aus diesem Grund ab und an ausreichend Zeit für dich und die Dinge, die dich glücklich machen! Ein Spaziergang in der Natur nach der Arbeit oder eine Runde Yoga zum Runterkommen – dein Körper wird es dir danken!

5 – Synthetik-Höschen adé!

Auch unsere Unterwäsche kann einen Einfluss auf unsere vaginale Gesundheit und unseren Ausfluss haben. Zu eng sitzende Slips mit hohem Synthetik-Anteil können für einige Frauen auf Dauer unangenehm sein. Wir schwitzen viel schneller, weil dieses Material nicht so atmungsaktiv ist. Und dieses feuchte Milieu lieben krankheitserregende Bakterien und Pilze! Sie vermehren sich rasant und unser vaginales Mikrobiom gerät aus dem Gleichgewicht. Shoppe beim nächsten Mal doch ein paar sexy Höschen aus Baumwolle – die gibt es mittlerweile auch in den unterschiedlichsten Designs und Farben!

Ein Wort zum Schluss

Sei stolz auf deinen Ausfluss! Sieh deinen Ausfluss nicht mehr als etwas Peinliches an! Sondern nenne ihn deine Super Cleansing Power! Denn wie du jetzt weißt, ist er super, super wichtig für unsere weibliche Gesundheit. Er hält unsere Vagina feucht und schützt sie vor fiesen Eindringlingen. Wieso also täglich Slipeinlagen verwenden, weil ja kein Fleck im Höschen sein darf? Immerhin hat jede gesunde Frau Ausfluss – die eine mehr und die andere weniger.

Sollte dein Ausfluss plötzlich doch anders aussehen als sonst, hast du nun einen kleinen Überblick über die möglichen Ursachen bekommen. Gerade weil gesunder Ausfluss so wichtig für unsere Gesundheit ist, können wir dir nur ans Herz legen, bei Veränderungen den Arzt oder die Ärztin deines Vertrauens aufzusuchen.

Auch wir von FEMNA stehen dir mir Rat und Tat in Sachen Ausfluss zur Seite! Scheue dich nicht, dich mit uns in Verbindung zu setzen.

Quellen

(1) Umfrage auf dem Instagram-Kanal von FEMNA Health mit über 3000 befragten (August 2021)

(2) Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.

(3) https://focus-arztsuche.de/magazin/symptome/ausfluss-woher-er-kommt-und-was-er-bedeutet

(4) Witkin et al.: Why do lactobacilli dominate the human vaginal microbiota? (2017)

(5) Patel et al.: Why do women complain of vaginal discharge? A population survey of infectious and psychosocial risk factors in a South Asian community. Int J Epidemiol 2005;34:853–62.

(6) https://www.cyclotest.de/zervixschleim/

https://www.kry.de/magazin/5-arten-von-ausfluss/

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